Gewerkschaft wertet das Ergebnis als Befreiungsschlag
Michelin will ohne Entlassungen Kosten senken

Zur Sicherung der Reifenproduktion in Deutschland will Michelin die Kosten bis 2008 um rund 30 Prozent senken. Entlassungen und Lohnkürzungen würden vermieden, sagte der Direktor von Michelin Deutschland, Jürgen Eitel, am Dienstag in Frankfurt.

HB FRANKFURT. Das mit Arbeitnehmervertretern und dem Arbeitgeberverband Chemie vereinbarte Programm EVA („Evolution Allemagne“) sieht vor, die Personalkosten um zehn bis zwölf Millionen Euro zu verringern. Außerdem soll die Produktivität durch moderne Anlagen erhöht werden.

Die deutsche Tochter des französischen Konzerns hat rund 6 300 Beschäftigte in Bad Kreuznach (1 600), Homburg/Saar (1 400), Karlsruhe (900 Produktion, 1 200 Zentrale), Hallstadt bei Bamberg (900) und Trier (200). „Eine Bestandsgarantie können wir nicht geben, aber Michelin ist überzeugt, dass es sich weiter lohnt, in Deutschland zu produzieren“, sagte Eitel. Ohne Kostensenkungen würden die deutschen Werke aber ihre Spitzenposition und den Wettlauf um Investitionen in naher Zukunft verlieren. Ein Gesamtvolumen für die geplanten Einsparungen und Investitionen nannte der Deutschland-Chef nicht.

Beim Personal sollen bis Ende 2008 zehn Prozent der Kosten eingespart werden. Dazu ist unter anderem vorgesehen, künftige Entgelterhöhungen nur etwa zur Hälfte an die Beschäftigten weiterzugeben. Das Weihnachtsgeld verringert sich entsprechend. Überstundenzuschläge sollen künftig erst ab 38,5 Stunden pro Woche gezahlt werden. Auch außertarifliche Mitarbeiter und leitende Angestellte sollen teilweise auf Gehaltserhöhungen verzichten. Der Rest der geplanten Kostensenkungen verteilt sich zu 15 Prozent auf die Verbesserung der Herstellungsprozesse und zu fünf Prozent auf auf Verbesserungen bei der Arbeitssicherheit oder der Teamorganisation.

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