Gewerkschaft will Beschäftigungssicherung
In Verhandlungen um Daimler-Sparpaket ist Bewegung gekommen

Bewegung ist offenbar in die Verhandlungen über ein Sparpaket für den Automobilkonzern Daimler-Chrysler gekommen. Es gibt nach Angaben der IG Metall eine erste Annäherung in einigen Punkten.

HB STUTTGART. Die kommenden Stunden würden entscheidend, sagte IG-Metall-Sprecher Frank Stroh nach über neunstündigen Verhandlungen vor der Konzernzentrale am Abend in Stuttgart. „Man schenkt sich nichts in diesen Verhandlungen“. Es gehe der Gewerkschaft darum, eine Beschäftigungssicherung und eine Sicherung der Einkommen über einen Zeitraum von mehr als vier bis fünf Jahren zu erreichen. Bisher hatten die Arbeitnehmervertreter einen Zeitraum bis 2012 als Ziel genannt.

Sollte es nicht zu einer Annäherung kommen, hat der Gesamtbetriebsrat für Freitag weitere Proteste angekündigt. Bereits am Mittwoch hatten Arbeitgeber, Gesamtbetriebsrat und IG Metall rund 13 Stunden über ein Sparpaket verhandelt und die Gespräche erst spät in der Nacht vertagt. Der Konzern fordert Kostensenkungen in Höhe von 500 Millionen Euro pro Jahr im Inland, während die Arbeitnehmervertreter bisher lediglich Einsparungen von 200 Millionen Euro angeboten haben. Diese 200 Millionen waren ursprünglich zur Angleichung der Bezüge von Arbeitern und Angestellten gedacht.

In der vergangenen Woche hatten Zehntausende Mitarbeiter von Daimler-Chrysler aus Protest gegen die geplanten Sparmaßnahmen zeitweilig die Arbeit niedergelegt. Der Vorstand hatte daraufhin erklärt, als Beitrag zum Sparpaket ebenfalls auf einen Teil seiner Bezüge verzichten zu wollen. Sollte das Sparprogramm nicht umgesetzt werden, könnte die Fertigung der C-Klasse nach Konzernangaben nach 2007 von Sindelfingen nach Bremen und Südafrika verlegt werden, wo die Kosten niedriger sind.

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