Gewerkschaften
IG Metall verlangt 100-Milliarden-Fonds

Die IG Metall fordert einen 100 Mrd. Euro schweren öffentlichen Beteiligungs-Fonds zur Rettung der deutschen Industrie. Empfänger dieser Gelder könnten Unternehmen wie Schaeffler sein. Die Gewerkschaft stellt aber auch klare Forderungen an die Politik.

HB FRANKFURT. "In dieser Krise darf die industrielle Substanz nicht beschädigt werden", sagte Gewerkschaftschef Berthold Huber nach einer Sitzung des Gewerkschaftsbeirats am Dienstag in Frankfurt. Die IG Metall kündigte neben ihrem Aktionsprogramm, das unter anderem die Verlängerung der Auto-Abwrackprämie vorsieht, Proteste und Widerstand gegen jede Form von Beschäftigungsabbau an.

Zur Finanzierung des Fonds hält die IG Metall an ihrer bereits vor drei Monaten ins Gespräch gebrachten Zwangsanleihe bei Vermögenden fest. Empfänger von Beteiligungen und Bürgschaften aus dem Fonds könnten beispielsweise der Autozulieferer Schaeffler oder kleine, für das industrielle System wichtige Spezialhersteller sein.

Von der Bundesregierung verlangte Huber ein Konzept zum Erhalt der industriellen Wertschöpfung und der Arbeitsplätze in Deutschland. "Industrielle Wertschöpfungsketten und industrielle Kerne sind für den Wohlstand und die politische Stabilität mindestens ebenso systemisch wie die Banken für die Finanzmärkte."

Der Arbeitgeberverband Gesamtmetall lehnte den Aktionsplan der Gewerkschaft ab. Einen Teil der Analysen könne man mittragen, die Vorschläge führten aber nicht zum gewünschten Heilungs- und Erneuerungsprozess, erklärte Gesamtmetall-Präsident Martin Kannegiesser. Die Gewerkschaft predige "eine Art Räterepublik", in der vor allem die Mitwirkung der Funktionäre gestärkt werden solle.

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