Gewerkschafter fordern Ombudsmann
Ex-Kanzler Schröder soll Conti-"Garantor" werden

Die Arbeitnehmervertreter von Continental verlangen von Schaeffler die Einsetzung eines Ombudsmanns zur Einhaltung von Zusagen an die Arbeitnehmerseite. Wunschkandidat der Gewerkschafter ist Alt-Bundeskanzler Gerhard Schröder. Ob der überhaupt zur Verfügung stünde, ist aber unklar.

DÜSSELDORF. Continentals Arbeitnehmervertreter verlangen von Schaeffler, im Fall einer Übernahme einen intern „Garantor“ genannten Ombudsmann einzusetzen. Der soll die Einhaltung der von Schaeffler geforderten Zusagen zur Sicherung von Standort, Arbeitsplätzen, Mitbestimmung und Börsennotierung überprüfen, erfuhr das Handelsblatt aus Aufsichtsratskreisen.

Bei Missachtung sollen hohe Vertragsstrafen fällig werden. Wunschkandidat der Gewerkschafter ist den Kreisen zufolge Gerhard Schröder. Schaeffler soll den ehemaligen SPD-Bundeskanzler allerdings ablehnen, heißt es weiter. Weder Conti noch Schaeffler wollten dazu einen Kommentar abgeben.Ob Schröder überhaupt zur Verfügung stünde, ist unklar.

Die Gewerkschafter verweisen auf die Übernahme von Kugelfischer, in deren Folge Schaeffler Garantien nicht eingehalten habe. Einen durchsetzungsfähigen Ombudsmann einzusetzen erscheint ihnen als Lösung. "Das Problem liegt darin, dass solche Zusagen sonst keiner einfordern kann", sagte der auf Kapitalmarktsrecht spezialisierte Rechtsanwalt Norbert Bröcker von der Kanzlei Hoffmann, Liebs, Fritsch & Partner.

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