Gewinn am oberen Ende der Prognosespanne erwartet
K+S weckt Dividenden-Hoffnung

In diesem Jahr rechnet der Kasseler Düngemittel- und Salzhersteller K+S mit einem operativen Gewinn am oberen Ende der bisherigen Prognosespanne. Konzernchef Ralf Bethke kündigte zudem für 2005 ein kräftiges Plus bei der Dividende an.

HB FRANKFURT. Für 2005 hat sich das im Nebenwerteindex MDax der Börse gelistete Unternehmen einen Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) von 215 bis 230 (Vorjahr: 167) Mill. € vorgenommen. „Ich erachte den oberen Wert unserer Bandbreite, die wir veröffentlicht haben, als sehr gut abgesichert. Wir werden diesen oberen Wert aus heutiger Sicht erreichen“, sagte Bethke der „Financial Times Deutschland“ (Montagausgabe). Dies gelte auch für das Umsatzziel, das K+S zuletzt mit 2,6 bis 2,8 Mrd. € beziffert hatte. Der Düngemittelspezialist kündigte außerdem eine Kooperation mit dem Schweizer Agrochemieriesen Syngenta an.

Die Aktie legte bis zum frühen Nachmittag 2,2 % auf 56,69 € zu. Angesichts einer zunehmenden Weltbevölkerung und des steigenden Düngemittelbedarfs brumme das Kali- und Magnesiumgeschäft der Gruppe, kommentierte Silke Stegemann, Analystin bei der Landesbank Rheinland-Pfalz.

Wegen weltweit gestiegener Preise für Kali-Dünger und positiver Spareffekte im Konzern hatte K+S - früher als Kali & Salz firmierend - schon in der ersten Jahreshälfte einen deutlichen Gewinnzuwachs verzeichnet. Das operative Ergebnis war um mehr als die Hälfte auf 163,5 Mill. € gestiegen, der Nettogewinn um gut 60 % auf 105 Mill. €.

Auch im nächsten Jahr sei mit Zuwächsen zu rechnen, gab sich Bethke optimistisch. „Wenn nicht gerade die Weltwirtschaft zusammenbricht, werden wir unser Ebit im Jahr 2006 nochmals steigern“, sagte er. „Ich bin überzeugt, dass uns das gelingen wird.“ Die Aktionäre sollen von dem Erfolg weiterhin mit höheren Dividenden profitieren. „Ich erwarte, dass die Dividende für 2005 signifikant höher ausfällt“, sagte Bethke. „Wir reden hier nicht über 1,50 € oder 1,60 € - wir reden über mehr.“ Für das Jahr zuvor hatten die Anteilseigner 1,30 € je Aktie erhalten.

Mit dem Agrochemiekonzern Syngenta schloss die K+S-Tochter Compo eine strategische Allianz bei Pflanzenschutzprodukten für den Rasen- und Gartenbedarf. Finanzielle Einzelheiten nannte K+S nicht. „Damit können wir unsere europäischen Marken und Handelsbeziehungen noch wirkungsvoller ausbauen“, erklärte Arnim Weyrich, Geschäftsführer von Compo. Gemeinsam wollen die Firmen in Europa Pflanzenschutz- und Schädlingsbekämpfungsmittel für Verbraucher entwickeln und vermarkten. In der Schweiz, dem Heimatmarkt von Syngenta, wollen beide auch künftig unabhängig arbeiten. Compo ist die Hobbygärtnersparte von K+S mit Produkten wie beispielsweise Blumenerde, Rasen- und Gartendünger sowie Pflanzenpflegemittel.

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