Gewinn des Aluminiumerzeugers mehr als verdoppelt
Alcoa enttäuscht trotz Gewinnsprung

Höhere Aluminiumpreise haben dem US-Aluminiumerzeuger Alcoa im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2004 zu einer deutlichen Gewinnsteigerung verholfen. Die Erwartungen der Analysten wurden dennoch nicht erfüllt. Der Kurs der Alcoa-Aktie fiel im nachbörslichen Handel um fünf Prozent.

HB NEW YORK. Alcoa wies am Dienstag nach Börsenschluss für die ersten drei Monate des laufenden Geschäftsjahres einen Anstieg des Netto-Gewinns auf 355 Mill. Dollar oder 41 Cent je Aktie von 151 Mill. Dollar oder 17 Cent pro Anteilschein im Vorjahr aus. Analysten sagten allerdings, ohne Berücksichtigung von Sonderposten habe der Gewinn je Aktie lediglich 34 Cent betragen und damit deutlich unter der durchschnittlichen Prognose von 41 Cent je Aktie gelegen. Sorgen machten außerdem die unerwartet hohen Energiekosten und die schleppenden Umsätze des Verpackungssektors des Konzerns. „Die Verpackung (Umsatz) war kleiner als erwartet“, sagte Analyst Caglar Somek von der Credit Suisse First Boston.

Der Kurs der Alcoa-Aktie fiel im nachbörslichen Handel auf 34,73 Dollar von 36,50 Dollar zum Handelsschluss an der New Yorker Börse. Das Unternehmen profitierte im ersten Quartal vor allem von den steigenden Aluminium-Preisen. Alcoa steigerte dabei den Umsatz um elf Prozent auf 5,7 Mrd. Dollar. Unternehmenschef Alain Belda rechnet nach eigenen Angaben damit, dass die schnell steigenden Aluminiumpreise das Ergebnis im laufenden Quartal noch stärker als im ersten Vierteljahr beeinflussen würden.

Durch den Zusammenschluss des kanadischen Konkurrenten Alcan mit dem französischen Aluminiumkonzern Pechiney im vergangenen Jahr wurde der bisherige, am Umsatz gemessen, Branchenführer Alcoa von der Spitze verdrängt. Alcoa legt traditionell als erstes der im Standardwerte-Index Dow-Jones gelisteten Unternehmen seine Quartalszahlen vor.

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