Gewinn des Energieversorgers steigt
Eon schweigt zu Netzen

Der größte deutsche Energiekonzern Eon hat im vergangenen Jahr seinen Gewinn deutlich gesteigert und sieht sich weiter auf ungebremstem Wachstumskurs. Für die Aktionäre gibt es eine weitere gute Nachricht. Doch zu einigen Themen hält sich Vorstandschef Wulf Bernotat bedeckt.

HB DÜSSELDORF. Der um Sonderfaktoren bereinigte Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) sei 2007 um zehn Prozent auf 9,2 Mrd. Euro gestiegen, teilte der Versorger am Donnerstag mit. Analysten hatten im Schnitt mit 9,08 Mrd. Euro gerechnet. Im laufenden Jahr soll dieser Wert um bis zu zehn Prozent gesteigert werden. Die Dividende will der Konzern bis 2010 jährlich um zehn bis 20 Prozent erhöhen. Für 2007 sollen die Anteilseigner 4,10 Euro je Aktie erhalten nach 3,35 Euro im Vorjahr.

An der Börse kam der Geschäftsbericht gut an. Mit einem Plus von 2,6 Prozent war die Eon -Aktie am Vormittag größter Dax-Gewinner. Im vergangenen Jahr hatte das Papier nach Unternehmensangaben um 42 Prozent an Wert gewonnen. Deshalb plant Deutschlands größter Energieversorger einen Aktiensplit. Finanzvorstand Marcus Schenck kündigte am Donnerstag an, das Unternehmen werde der Hauptversammlung eine Umstellung von Inhaberaktien auf Namensaktien sowie einen Aktiensplit im Verhältnis 1 zu 3 vorschlagen.

Das Unternehmen profitierte vor allem von Zuwächsen im Strom- und Gasgeschäft auf dem europäischen Kontinent, während Eon in Großbritannien Einbußen hinnehmen musste. Der Konzernumsatz stieg auf auf 68,7 (2006: 64) Mrd. Euro, blieb damit allerdings hinter den Erwartungen von 70,5 Mrd. Euro zurück. Den bereinigten Konzernüberschuss steigerte Eon um neun Prozent auf 5,1 Mrd. Euro. Bei diesem Wert will der Versorger im laufenden Jahr leicht zulegen.

Seine Investitionspläne stockt Eon noch einmal deutlich auf. Konzernchef Wulf Bernotat kündigte an, der Konzern werde bis 2010 rund neun Mrd. Euro mehr für neue Kraftwerke, den Ausbau der erneuerbaren Energie und der Leitungsnetze ausgeben als bisher geplant. Insgesamt beläuft sich das Investitionsprogramm für die Jahre 2008 bis 2010 damit nach Konzernangaben auf rund 50 Mrd. Euro.

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