Gewinn gestiegen
RAG fühlt sich fit für die Börse

Der Essener Mischkonzern RAG drängt angesichts gestiegener Gewinne auf einen Börsengang seines Nicht-Kohlebereichs.

dpa-afx ESSEN. "Aus unternehmerischer Sicht ist der Weg unseres modernen und leistungsfähigen Industriekonzerns an die Börse frei", erklärte Vorstandschef Werner Müller am Donnerstag vor der Bekanntgabe der Konzernbilanz. Der Konzern habe seine Hausaufgaben gemacht. Jetzt sei die Politik am Zuge, die im Februar getroffenen Eckpunkte zügig umzusetzen, erklärte Müller.

Mit dem so genannten weißen Bereich, das sind die Immobiliensparte, der Chemiespezialist Degussa und der Kraftwerksbetreiber Steag, hat die RAG 2006 den Umsatz um vier Prozent auf 14,8 Mrd. Euro gesteigert. Das Konzernergebnis stieg von 0,2 auf den Rekordwert von 1,05 Mrd. Euro. Das Ergebnis der subventionierten Kohletochter DSK AG will Müller am Vormittag bekannt geben.

Die RAG will ihren weißen Bereich (intern "Newco") mit Zustimmung der Politik und der Gewerkschaft IG BCE an die Börse bringen und mit dem Erlös ab 2018 die Ewigkeitskosten nach dem Ende des Steinkohlenbergbaus decken. Dazu ist nach dem im Februar verabschiedeten Eckpunktepapier die Gründung einer bürgerlich-rechtlichen Stiftung geplant. Das Interesse an der Newco sei jetzt schon groß, sagte Müller. "Unser Konzern besitzt Substanz und Schlagkraft."

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