Gewinn im abgelaufenen Geschäftsjahr fast verdoppelt
Dollarverfall belastet Airbus-Zulieferer Diehl

Der Rüstungs- und Luftfahrtkonzern Diehl hat seinen Gewinn im vergangenen Jahr fast verdoppelt. Obwohl sich der Airbus-Zulieferer auch für das laufende Jahr optimistisch gibt, hat er eine große Sorge: den schwachen Dollar.

HB MÜNCHEN. Der Überschuss sei im vergangenen Jahr um 86 Prozent auf 59 Mill. Euro geklettert, teilte der Airbus-Zulieferer am Dienstag in Nürnberg mit. Diehl verwies auf Fortschritte in allen Sparten und die gute Konjunktur. Der Umsatz stieg um gut vier Prozent auf 2,21 Mrd. Euro. Auch dieses Jahr rechnet das Management mit einem weiteren Umsatzplus.

Der Dollarverfall werde aber zunehmend zu einer Belastung, teilte die Gruppe, die mehr als 11 000 Mitarbeiter beschäftigt, weiter mit. Allerdings seien die schwächeren Konjunkturaussichten bisher noch nicht im Auftragseingang spürbar. Der Vorstand sei daher für das Ergebnis 2008 "verhalten optimistisch".

Das 1902 gegründete Familienunternehmen liefert Airbus unter anderem für den Großraumflieger A380 elektronische Steuerungen sowie die Kabinenbeleuchtung. Diehl und sein französischer Kooperationspartner Thales sollen zudem das zum Verkauf stehende Laupheimer Airbus-Werk übernehmen. Sie sind der Airbus-Mutter EADS zufolge bevorzugte Bieter für das Werk in Baden-Württemberg, in dem Kabinenteile hergestellt werden.

Diehl erwartet noch in diesem Jahr zusammen mit dem französischen Partner Thales den Zuschlag für Laupheim bei Ulm. „Die Verhandlungen laufen konstruktiv“, sagte Thomas Diehl am Dienstag. Wesentliche Differenzen seien nicht erkennbar. In wenigen Wochen - auf jeden Fall aber in diesem Jahr - würden Diehl und Thales einen Kaufvertrag erhalten.

Wichtig sei, dass das baden-württembergische Airbus-Werk künftig an der Fertigung des A350 beteiligt werde, dem neuen Langstreckenflugzeug des europäischen Flugzeugbauers. Sonst werde Diehl Laupheim nicht übernehmen, sagte der Firmenchef. Die Produktion des A350 werde frühestens 2011 anlaufen. Das Werk würde als selbstständige Einheit geführt.

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