Gewinn im ersten Halbjahr gesunken
Sulzer sieht Talsohle erreicht

Beim Schweizer Industriekonzern Sulzer ist der Gewinn im ersten Halbjahr 2003 nach dem Wegfall einmaliger Erträgen auf 25 (Vorjahr 42) Mill. Franken gesunken. Der Umsatz ging vor allem wegen Währungseffekten um acht Prozent auf 866 Mill. Franken zurück, wie Sulzer am Dienstag weiter mitteilte. Sulzer zeigte sich für die Zukunft vorsichtig optimistisch. Die Talsohle scheine erreicht.

Reuters ZÜRICH. Bereinigt um Übernahmen, Devestitionen und Währungseinflüsse wuchs der Sulzer-Umsatz um ein Prozent. „Der Boden ist gefunden, wir haben Anzeichen für eine Erholung,“ sagte ein Unternehmenssprecher. In Europa und Asien laufe das Geschäft „nicht so schlecht“. Der US-Markt ziehe dagegen noch nicht an. Diese gelte insbesondere für die wichtigen Sulzer-Märkte Luftfahrt und Energieerzeugung.

Für das Gesamtjahr rechnet Sulzer in Lokalwährungen und bei unverändertem Konsolidierungskreis weiterhin mit einem leichten Umsatzwachstum. Auch die Ertrags-Prognosen wurden bestätigt. Das bedeutet, dass Sulzer davon ausgeht, dass der Reingewinn für das Gesamtjahr wegen des Wegfalls der Sonderfaktoren unter dem Vorjahreswert zu liegen kommt. Nicht mehr wiederkehren wird der Ertrag aus dem Verkauf des Bereichs Burckhardt und die Immobilienerträge sollen niedriger ausfallen. Der operative Gewinn der vier Kerndivisionen Metco, Turbomachinery Services, Pumps und Chemtech dürfte 2003 hingegen den Vorjahreswert übertreffen.

Im ersten Halbjahr stieg der operative Gewinn der Kerndivisionen auf 45 (43) Mill. Franken. Dies entspricht einer operativen Marge von 5,3 %. Bis 2005 will Sulzer die operative Marge weiterhin auf neun Prozent und den Umsatz auf drei Mrd. Franken verbessern. „Sie sind noch erreichbar, aber nach diesem ersten Halbjahr wird es je länger je ambitiöser,“ sagte der Sprecher mit Blick auf die Ziele, die bereits einmal verschoben werden mussten. Sulzer wolle die Ziele im Herbst überprüfen, so der Sprecher.

Mit Blick auf das Brennstoffzellen-Projekt Hexis, das nicht zu den Kerndivisionen gehört, zeigte sich Sulzer längerfristig zuversichtlich. Dank der Fortschritte hinsichtlich der Lebensdauer der Brennstoffzellen wachse die Zuversicht, dass die nächste Produktegeneration, die 2004 und 2005 lanciert werden soll, den Durchbruch am Markt erzielen werde. Angesichts der in den nächsten zwölf Monaten weiter ansteigenden Kosten sollen auch Partnerschaften in Betracht gezogen werden. Von Reuters befragte Aktienanalysten hatten für das erste Halbjahr einen Umsatz von 901 Mill. Franken und einen Gewinn von 17 Mill. Franken geschätzt.

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