Gewinn im Jahr 2005: Ford sucht Weg nach vorn

Gewinn im Jahr 2005
Ford sucht Weg nach vorn

Der US-Autobauer Ford will unter dem Strich ein „deutlich positives“ Ergebnis für 2005 ausweisen. Im laufenden Jahr soll dann auch der Rückgang des eigenen Marktanteils gestoppt werden. Dabei will man sich auf die Stabilisierung der angeschlagenen Nordamerika-Sparte konzentrieren.

HB DETROIT. „Wir werden in solider Weise profitabel sein, wenn wir die Bücher für 2005 schließen“, sagte Unternehmenschef Bill Ford am Sonntag auf der Automesse in Detroit. Sinkende Marktanteile und hohe Kosten hatten Ford zuletzt die Bilanzen verhagelt. In den ersten neun Monaten 2005 hatte der Autobauer insgesamt einen Reingewinn von 1,88 Milliarden Dollar erwirtschaftet. Das wichtige Nordamerika-Geschäft hatte allerdings einen Verlust von mehr als 1,4 Milliarden Dollar vor Steuern verbucht. Daher bestehe die größte Herausforderung für das neue Jahr darin, diese Sparte zu stabilisieren, sagte Ford.

Das Unternehmen hat ebenso wie der größere Konkurrent General Motors (GM) eine Finanzkrise zu stemmen. Bei beiden haben der starke Wettbewerb durch ausländische Anbieter sowie steigende Kosten für die Gesundheitsversorgung und für Rohstoffe zu geringeren Gewinnspannen geführt.

Ford wird am 23. Januar seine Zahlen für das vierte Quartal vorlegen und gleichzeitig einen Restrukturierungsplan vorstellen. Der Plan mit dem Namen „Way Forward“ (“Weg nach vorn“) wird nach Einschätzung von Branchenexperten auch die Schließung von Werken und Entlassungen in der Produktion beinhalten. Der Chef des Amerika-Geschäfts, Mark Fields, bezeichnete die Umstrukturierung am Sonntag als „sehr umfassenden Blick auf unser Geschäft“. Er fügte hinzu, es gehe nicht um kosmetische Ausbesserungen.

Die Schwierigkeiten für Ford haben erst in der vergangenen Woche zugenommen, als die Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) die Bewertung der Bonität des Unternehmens innerhalb des so genannten Ramschstatus weiter herabstufte. Zur Begründung hatte S&P die Probleme Fords auf dem Heimatmarkt angeführt. Der Ford-Chef äußerte sich am Sonntag enttäuscht über die Herabstufung. Sein Unternehmen werde in diesem Jahr darauf zielen, den Rückgang des Marktanteils in den USA zu stoppen. „Ich glaube, dass es dieses Jahr dazu kommen kann“, sagte Ford.

Das vergangene Jahr beendete der Autobauer mit einem US-Marktanteil von 17,4 Prozent - das niedrigste Niveau seit Ende der 1920er Jahre. Der Unternehmenschef hofft nun auf einen positiven Umsatzbeitrag neuer Modelle. Allerdings werde Ford keine „Dummheiten“ machen, um Marktanteile zurückzuerobern.

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