Gewinn im Quartal eingebrochen
Flugzeugbau belastet Bombardier

Der kanadische Schienenfahrzeug- und Flugzeughersteller Bombardier hat im zweiten Quartal des laufenden Geschäftsjahres 2004/05 dank der Umstrukturierung seiner Transportsparte wieder schwarze Zahlen geschrieben. Im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum ist der Gewinn jedoch um mehr als 60 Prozent gesunken.

HB MONTREAL. Das Unternehmen begründete den Ergebniseinbruch am Mittwoch mit einer nur schleppenden Erholung im Geschäft mit Kurzstreckenmaschinen.

Für die abgelaufenen drei Monate verbuchte der weltgrößte Zughersteller einen Gewinn von 23 Millionen US-Dollar nach 68 Millionen Dollar vor einem Jahr. Der Umsatz stieg geringfügig auf 3,88 Milliarden Dollar von 3,82 Milliarden Dollar, wobei das Wachstum in der Bahnsparte den Rückgang im defizitären Flugzeugbau-Segment mehr als wettmachte. In beiden Geschäftsbereichen seien jedoch die Margen gesunken, erklärte Bombardier, der auch der weltweit drittgrößte Flugzeugbauer ist.

Vor allem bei Kurzstreckenflugzeugen ist der kanadische Konzern weltweit führender Hersteller. Doch die Belebung dieses Segments hinkt der Erholung des gesamten Zivilflugzeugmarktes noch hinterher. Die Kunden hätten weiter mit schwierigen Geschäftsbedingungen zu kämpfen, sagte Bombardier-Chef Paul Tellier. Analystenschätzungen zufolge stammen 42 Prozent der festen Kurzstreckenjet-Aufträge bei Bombardier von den mit finanziellen Problemen kämpfenden US-Fluggesellschaften US Airways und Delta Air Lines.

Bombardier steckt angesichts sinkender Gewinne inmitten einer zweijährigen Umstrukturierung. In der Bahnsparte hat das Unternehmen bereits 1500 Stellen abgebaut und will bis zum Jahresende nochmal so viele Arbeitsplätze streichen. Insgesamt sollen 6000 Stellen wegfallen. In Deutschland plant Bombardier die Schließung des Werks in Ammendorf in Sachsen-Anhalt mit 760 Beschäftigten. Alles in allem sollen hier zu Lande 1500 Arbeitsplätze gestrichen werden.

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