Gewinn im vierten Quartal
Produkte von Schering-Plough sind gefragt

Im letzten Quartal des vergangenen Jahres hat Schering-Plough den Umsatz deutlich gesteigert und wieder schwarze Zahlen geschrieben. Dies verdankt der US-Pharmakonzern vor allem einer hohen Nachfrage nach seinen wichtigsten Produkten.

HB NEW YORK. Der Gewinn habe im Schlussquartal bei 104 Mill. Dollar oder sieben Cent je Aktie gelegen, teilte das in Kenilworth im Bundesstaat New Jersey ansässige Unternehmen am Montag mit. Im Vorjahreszeitraum, als Steueraufwendungen das Ergebnis belastet hatten, verzeichnete Schering-Plough noch einen Verlust von 856 Mill. Dollar oder 58 Cent je Aktie.

Der Umsatz stieg in den letzten drei Monaten 2005 um sechs Prozent auf 2,3 Mrd. Dollar und lag damit leicht unter den Analystenerwartungen. Alleine die Erlöse mit verschreibungspflichtigen Medikamenten kletterten im Schlussquartal um zehn Prozent auf 1,9 Mrd. Dollar. Deutliches Wachstum verzeichnete das Unternehmen vor allem bei seinem Arthritis-Mittel Remicada, dem Allergiemedikament Nasonex sowie dem Präparat Temodar gegen Gehirntumore.

Schering-Plough sieht sich damit mit der lang versprochenem Trendwende auf gutem Weg. „Wir bewegen uns damit vom Überlebensmodus zum Wachstumsmodus“, sagte Vorstandschef Fred Hassan. Er hatte 2003 die Führung bei Schering-Plough übernommen, nachdem die Gewinne des Unternehmens wegen des Verlusts des Patentschutzes bei dem Allergiemittel Claritin sowie der Konkurrenz mit dem Schweizer Roche-Konzern bei Hepatitis-Medikamenten gefallen waren.

Der Umsatz mit den Cholesterinsenkern Vytorin und Zetia, die Schering-Plough in einem Joint Venture mit dem US-Pharmaunternehmen Merck & Co verkauft, stieg im Schlussquartal um 89 Prozent auf 755 Mill. Dollar. Der Konzern wies allerdings daraufhin, dass die Medikamente in diesem Jahr stärkeren Wettbewerb durch günstigere Generika erfahren könnten. So sollen 2006 Nachahmerversionen von Mercks lukrativem Cholesterinsenker Zocor und von Pravachol von Bristol-Myers Squibb auf den Markt kommen.

Für sein neues Hepatitis-C-Medikament „SCH 503034“ hat Schering-Plough von der US-Gesundheitsbehörde FDA ein beschleunigtes Zulassungsverfahren zugebilligt bekommen. Das Mittel befindet sich gegenwärtig in der zweiten Phase der klinischen Erprobung an Patienten, die nicht auf Standard-Therapien ansprechen. Üblicherweise durchlaufen Medikamentenkandidaten drei Phasen der klinischen Entwicklung, ehe ein Zulassungsantrag gestellt wird.

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