Gewinn mehr als versechsfacht - Prognosen erhöht
Tyco hebt förmlich ab

Der Mischkonzern Tyco International hat im ersten Quartal und den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres 2003/2004 seinen Gewinn dank eines Restrukturierungsprogramms und der guten Konjunktur stark erhöht.

HB NEW YORK. Der vor zwei Jahren in einen Bilanzskandal verwickelte Konzern wies am Dienstag für sein zweites Geschäftsquartal zum 31. März einen Reingewinn von 782,4 Mill. Dollar oder 37 Cent je Aktie aus nach 124,3 Mill. Dollar im Vorjahr. Ohne Einmalbelastungen wegen der laufenden Umstrukturierung habe der Gewinn 33 Cent je Aktie betragen. Von Reuters befragte Analysten hatten auf dieser Basis im Schnitt mit 36 Cent gerechnet. Der Umsatz kletterte um fast zwölf Prozent auf 10,04 Mrd. Dollar und übertraf damit die Expertenprognosen. Vor allem in den Bereichen Medizintechnik, Maschinenbau und Elektrotechnik seien gute Ergebnisse erzielt worden, erklärte das Unternehmen.

Im laufenden Quartal erwartet Tyco, dessen Produktpalette von Kopfschmerzmitteln zu Alarmanlagen reicht, einen Gewinn je Aktie zwischen 39 und 42 Cent, während Analysten bislang im Schnitt mit 40 Cent rechnen. Für das gesamte Geschäftsjahr erhöhte das Unternehmen seine Prognose auf 1,52 bis 1,58 Dollar je Aktie von bislang erwarteten 1,42 bis 1,52 Dollar.

„Seit Beginn unseres Geschäftsjahres haben wir eine stetige Verbesserung in unseren Märkten gesehen“, erklärte Konzernchef Ed Breen. Auch mit Blick auf die Weltwirtschaft sei er nun deutlich zuversichtlicher. Tyco versucht derzeit, durch den Verkauf Dutzender Geschäftsbereiche wieder frisches Geld in die Kassen zu spülen. Das Unternehmen war vor zwei Jahren wegen eines milliardenschweren Bilanzskandals in die Schlagzeilen geraten. Im Zuge dessen mussten der frühere Chef und einige Finanzdirektoren ihren Hut nehmen.

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