Gewinn sinkt
Gesundheitsreform belastet Eli Lilly

Es sind schwierige Zeiten für Eli Lilly: Der US-amerikanische Pharmakonzern hat im zweiten Quartal spürbar weniger verdient. Ein Beispiel dafür, was auch anderen Branchenvertretern blüht.  
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IndianapolisEli Lilly hat im zweiten Quartal wegen der Konkurrenz günstigerer Nachahmermedikamente und der Auswirkungen der Gesundheitsreform in den USA weniger verdient als im Vorjahr. Im Zeitraum April bis Juni sank der Überschuss um elf Prozent auf rund 1,2 Milliarden Dollar, wie der Hersteller des Schizophrenie-Mittels Zyprexa am Donnerstag in Indianapolis im US-Bundesstaat Indiana mitteilte. Ohne Sonderposten wies Eli Lilly einen Gewinn je Aktie von 1,18 Dollar aus. Dies lag im Rahmen der Wall-Street-Erwartungen.

Angetrieben von den prozentual zweistelligen Zuwächsen bei Zyprexa und dem Antidepressivum Cymbalta legte der Umsatz um neun Prozent auf 6,25 Milliarden Dollar zu. Der Umsatz des Krebsmittels Gemzar brach im Berichtszeitraum wegen der Generikakonkurrenz um 62 Prozent ein. Eli Lilly ist unter anderem für die Potenzpille Cialis bekannt und ist Partner von Merck KGaA beim Krebsmittel Erbitux. Mit dem zweitgrößten deutschen Pharmakonzern Boehringer Ingelheim entwickeln die Amerikaner Medikamente gegen die Volkskrankheit Diabetes.

Für das Gesamtjahr rechnet Eli Lilly mit einem Gewinn je Aktie (EPS) von 3,85 bis 3,95 Dollar. Vor Sonderposten wie Restrukturierungskosten werden 4,25 bis 4,35 Dollar in Aussicht gestellt. Der Umsatz soll nun im mittleren einstelligen Prozentbereich zulegen. Bisher wurde ein Zuwachs im niedrig-einstelligen Bereich erwartet.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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