Gewinn und Umsatz gestiegen
Villeroy & Boch spart am Personal

Der saarländische Keramikhersteller Villeroy & Boch hat in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres 2006 bei Umsatz und Ergebnis zugelegt. Das lag vor allem am guten Auslandsgeschäft und einigen Übernahmen. Die Mitarbeiter in Westeuropa müssen dennoch zittern.

HB METTLACH. Der Umsatz im ersten Halbjahr stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 6 Prozent auf 471,7 Mill. Euro, wie die Villeroy & Boch AG am Donnerstag in Mettlach mitteilte. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) wuchs um 2 Mill. Euro auf 13,3 Mill. Euro. Im zweiten Quartal verdienten die Saarländer trotz steigender Umsatzerlöse allerdings weniger als ein Jahr zuvor. Das Ebit halbierte sich von 1,4 von 2,9 Mill. Euro

Viele Mitarbeiter haben aber nichts von den verbesserten Zahlen. „Wir sind gezwungen, kostenintensive Personalanpassungsmaßnahmen wie am Produktionsstandort Luxemburg durchzuführen“, teilte das Unternehmen gleichzeitig mit. Der Hersteller von Geschirr und Badkeramik baut derzeit 150 seiner 450 Stellen in der Geschirr-Produktion in Luxemburg ab, was ihn nach eigenen Angaben rund 8 Mill. Euro kosten wird. Dem stünden jährliche Einsparungen von rund 6 Mill. Euro gegenüber, hieß es. Im laufenden Jahr werde durch den Stellenabbau das Ergebnis der Sparte Tischkultur belastet. Villeroy & Boch will mit dem Ausbau seiner Standorte in Osteuropa und verstärkter Automatisierung auf den wachsenden Wettbewerbsdruck aus Fernost reagieren.

Umsatzminus im Inland

Wachstumsmotor war von Januar bis Juni das Auslandsgeschäft mit einem Umsatzplus von 7,7 Prozent. Hingegen nahm Villeroy & Boch auf dem deutschen Heimatmarkt 1,1 Prozent weniger ein. Zum Umsatzplus trugen die zu Jahresbeginn übernommenen drei Werke in Mexiko 4,6 Mill. Euro bei.

Größter Geschäftsbereich war im ersten Halbjahr mit einem Umsatzplus von sechs Prozent auf 237,4 Mill. Euro Bad und Wellness. Auch die Bereiche Sanitärkeramik sowie Wellness und Armaturen legten zu. Ein Umsatzminus verzeichneten die Bereiche Tischkultur (minus 5,9 Prozent) und Fliesen (minus 1,2 Prozent).

Im Konzern werde sich der Umsatz aber 2006 Umsatz leicht erhöhen und das operative Ergebnis verbessern, kündigte Villeroy & Boch an. 2005 verdiente der Konzern vor Steuern und Zinsen 24,9 Mill. Euro bei einem Umsatz von 893,2 Mill. Euro.

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