Gewinn unerwartet stark gesunken: Südzucker muss sich mit weniger zufrieden geben

Gewinn unerwartet stark gesunken
Südzucker muss sich mit weniger zufrieden geben

Die hohen Energiepreise und anhaltende Verluste in einer neuen Anlage hinterlassen deutliche Spuren in der Bilanz von Europas größtem Zuckerproduzenten. Südzucker muss einen unerwartet herben Ergebniseinbruch hinnehmen.

HB STUTTGART. Der Mannheimer Konzern teilte am Freitag mit, das Betriebsergebnis sei in den Monaten März bis November des im Februar endenden Geschäftsjahres 2005/06 auf 349 Mill. Euro von 403 Mill. Euro im Vorjahreszeitraum gesunken. Neben den gestiegenen Energiepreisen hätten auch gesunkene Zuckerexporte auf das Geschäft gedrückt. Zudem fuhr die Bioalkohol-Anlage im ostdeutschen Zeitz weitere Anlaufverluste ein, die das Ergebnis der kleineren Konzernsparte Spezialitäten abermals belasteten. Auch im Schlussquartal sei noch mit Belastungen zu rechnen, warnte das Unternehmen. Damit blieb der Marktführer deutlich hinter den Erwartungen der von Reuters befragten Analysten zurück, die im Schnitt mit einem Betriebsgewinn von 370 Mill. Euro gerechnet hatten.

Erreicht hat Südzucker die Prognose beim Umsatz, der nach neun Monaten um 11,1 Prozent auf rund vier Mrd. Euro zulegte. Für das gesamte Geschäftsjahr erhöhte der Konzern seine Umsatzprognose leicht auf plus zehn Prozent, womit die Erlöse auf 5,3 Mrd. Euro steigen sollen. Bisher war ein Wachstum von neun Prozent in Aussicht gestellt worden. Südzucker verspricht sich nach der jüngsten Verknappung des Zuckerangebots in der EU durch die Europäische Kommission einen Umsatzzuwachs für die Zuckerfabriken in Osteuropa. Auch die im Jahresverlauf in Betrieb genommene Bioalkohol-Anlage werde im Gesamtjahr trotz technischer Probleme erstmals Umsatzbeiträge liefern.

Beim Betriebsergebnis wird Südzucker im Gesamtjahr hinter dem Vorjahreswert von 536 Mill. Euro zurückbleiben. Zwar liefere das durch Zukäufe gestärkte Spezialitäten-Geschäft mit Fruchtzubereitungen höhere Ergebnisbeiträge, prognostizierte der Konzern. Dies könne aber die hohen Energiepreise und den Preisdruck auf dem Zuckermarkt nicht kompensieren.

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