Gewinn verfünffacht
Endesa legt kräftig zu

Der spanische Energiekonzern Endesa hat seinen Gewinn im ersten Halbjahr fast verfünffacht. Der Umsatz ist stark gestiegen. Doch der Gewinnsprung beruht hauptsächlich auf einer anderen Ursache.

HB MADRID. Insbesondere dank des Verkaufs von Unternehmensbeteiligungen und Kraftwerken an Eon konnte das spanische Unternehmen den Gewinn so kräftig steigern. Unter dem Strich verdiente das Unternehmen sechs Milliarden Euro. Aus der Veräußerung von Vermögenswerten konnte Endesa einen Sondergewinn von 4,55 Mrd. Euro verbuchen. Ohne Sonderposten legte der Gewinn um 16,8 Prozent auf 1,22 Milliarden Euro zu, wie das Unternehmen mitteilte.

Der Umsatz stieg vor allem dank des starken Wachstums in Spanien und Lateinamerika um 33 Prozent auf 11,36 Milliarden Euro. Positiv im Ergebnis schlugen sich zudem günstige Retail-Strompreise in Spanien und eine stärkere Nutzung von Kernenergie nieder. Dem standen gestiegene Treibstoffkosten und höhere Preise für Kohlendioxid-Emissionsrechte gegenüber. Das Ebitda wuchs um 8 Prozent auf 3,49 Mrd. Euro. In Spanien und Portugal legte das Ergebnis um 14 Prozent zu, in Lateinamerika kletterte es um 32 Prozent. Die Verbindlichkeiten sanken per Ende Juni um 8,27 Mrd. auf 12,56 Mrd. Euro.

Der spanische Energieversorger war im Frühjahr vom italienischen Konkurrenten Enel und dem spanischen Baukonzern Acciona übernommen worden. Im Rahmen der Übernahme musste der Konzern Beteiligungen in Italien, Frankreich, Polen, der Türkei und Spanien an Eon verkaufen. Die Düsseldorfer hatten sich lange vergeblich um eine Übernahme von Endesa bemüht. Die Endesa-Aktie tendierte am Vormittag knapp 0,5 Prozent im Minus. Endesa befindet sich zu 92 Prozent im Besitz von Acciona und Enel.

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