
HB FRANKFURT. Der auf Anteilseigner entfallende Gewinn sei auf 126 Mio. Euro gestiegen nach neun Mio. Euro vor Jahresfrist, teilte Europas größter Sportartikelkonzern aus dem fränkischen Herzogenaurach am Donnerstagabend überraschend mit. Je Aktie verdiente Adidas 0,60 Euro nach 0,06 Euro im Vorjahr. Der Umsatz kletterte um 19 Prozent auf 2,9 Mrd. Euro. Die Adidas-Aktie baute ihre Gewinne nach der Vorlage der Zahlen im späten Parkett-Handel aus, die Aktie lag knapp sechs Prozent höher bei 42,35 Euro.
Die kräftigen Zuwachsraten sind allerdings auch auf die schwachen Vorjahreszahlen zurückzuführen, als der Gewinn von Adidas wegen der weltweiten Konjunkturflaute, der Kosten für den Konzernumbau und roten Zahlen bei der US-Tochter Reebok drastisch einbrach. Zuletzt hatte der Konkurrent von Branchenführer Nike und Puma jedoch von Fortschritten bei der lange krisengeplanten US-Tochter berichtet, der Konzern profitierte zudem von der weltweiten Wirtschaftserholung und Währungseffekten.
Für Schwung in der Fußballsparte, die für ein Fünftel der Erlöse der Kernmarke steht, sorgte die Weltmeisterschaft in Südafrika, bei der Adidas neben Deutschland unter anderem auch den Weltmeister Spanien und das Gastgeberteam Südafrika ausrüstete sowie den WM-Ball Jabulani stellte.
Weitere Einzelheiten zum ersten Halbjahr sowie einen Ausblick auf das restliche Jahr will Adidas bei der Veröffentlichung der Bilanz am 4. August gegeben.