Gewinn vervierfacht
Japan-Beben kann Hitachi nicht aufhalten

Hitachi hat im ersten Quartal seinen Gewinn vervierfacht, gibt wegen der Katastrophe in Japan jedoch keine Prognose ab. Zwar liefert der Konzern Atomreaktoren für Fukushima-Betreiber Tepco. Doch Hitachi hat gut gespart.
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Tokio Das radikale Sparprogramm zahlt sich für den Industriekonzern Hitachi aus: In den drei Monaten bis März vervierfachte die Nummer eins in Japan den Gewinn auf umgerechnet 160 Millionen Euro nach drei Rekordquartalen in Folge, wie der Siemens-Rivale am Mittwoch mitteilte.

Wegen der ungewissen Folgen für das neue Geschäftsjahr nach dem schweren Erdbeben und Tsunami vom 11. März wagte Hitachi allerdings zunächst keine Prognose für das im April angelaufene neue Geschäftsjahr 2011/12. Den Ausblick werde das Unternehmen am 9. Juni nachreichen, sagte Hitachi-Manager Takashi Miyoshi.

Hitachi ist der Lieferant von Atomreaktoren für den Betreiber des havarierten Atomkraftwerks Fukushima, Tokyo Electric Power. Seit dem Beben haben Hitachi-Aktien mehr als elf Prozent verloren. Die Atomkatastrophe hat die japanische Regierung zum Umdenken in der Energiepolitik veranlasst. Dennoch setzt Hitachi nach eigenen Angaben weiter auf seine Nuklearaktivitäten. Atomenergie sei eine brauchbare Option im Kampf gegen die weltweite Erderwärmung, sagte Miyoshi. Deswegen betrachte Hitachi den Bereich für das Unternehmen weiterhin als Wachstumsfeld.

Der Industriekonzern stellt neben Atomreaktoren auch Waschmaschinen, Fernseher oder Medizintechnik her. Allein durch seine Kostensenkungen konnte das Unternehmen die bisherigen Belastungen durch das Erdbeben wettmachen. Die Firma hat sich zuletzt von zahlreichen nicht-profitablen Bereichen getrennt. Die Festplattensparte, die nicht besonders gut lief, verkaufte der Konzern jüngst für 4,3 Milliarden Dollar an Western Digital.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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