Gewinnanstieg
Gesundheitskonzern Fresenius auf Rekordkurs

Der vor einer Milliardenübernahme in den USA stehende Gesundheitskonzern Fresenius steuert auf ein weiteres Rekordjahr zu. Dazu trägt auch der Dialysedienstleister FMC bei, die größte Tochter von Fresenius.

HB FRANKFURT. Der Umsatz solle währungsbereinigt um acht bis zehn Prozent wachsen, der Überschuss um zehn bis 15 Prozent, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Einige Analysten gehen davon aus, dass Fresenius die Prognose sogar übertreffen könnte. 2007 kam Fresenius auf einen Umsatz von 11,4 Mrd. Euro und einen Überschuss von 410 Mill. Euro.

Im ersten Halbjahr profitierte der Gesundheitskonzern von einem starken Geschäft in allen Sparten. Der Umsatz stieg nach endgültigen Zahlen um zwei Prozent auf 5,7 Mrd. Euro, um Währungseffekte bereinigt lag der Zuwachs bei neun Prozent. Der Überschuss legte um neun Prozent auf 212 Mill. Euro zu und lag damit leicht über der bereits veröffentlichten vorläufigen Kennziffer.

Der Konzern will für bis zu 5,6 Mrd. Dollar den Arzneimittelhersteller APP Pharmaceuticals kaufen und damit groß in den US-Pharmamarkt einsteigen. Die Tochter Kabi erschließt sich mit dem Hersteller von intravenös verabreichten Generika die seit langem angestrebte Plattform in Nordamerika. Die größte Tochter von Fresenius, der Dialysedienstleister FMC, erzielt dort bereits den Löwenanteil der Erlöse und bilanziert deshalb in Dollar. Die Umrechnung der Gewinne in Euro bremst die Zuwächse bei Fresenius, allerdings fallen auch die Kosten der Tochter im Dollar-Raum an.

FMC, Anbieter von Produkten und Dienstleistungen für die Nierenwäsche, erzielte im ersten Halbjahr einen Überschuss von 397 Mill. Dollar, ein Plus von 17 Prozent. Der Umsatz legte um zehn Prozent auf 5,18 Mrd. Dollar zu. "Aufgrund dieser positiven Geschäftsentwicklung bekräftigen wir unseren Ausblick für das Gesamtjahr 2008", sagte FMC-Chef Ben Lipps. Der Umsatz soll um mehr als sieben Prozent auf über 10,4 Mrd. Dollar klettern, der Jahresüberschuss um zwölf bis 15 Prozent auf 805 bis 825 Mill. Dollar.

Die auf Infusionstherapien und Krankenkost spezialisierte Kabi, die Krankenhauskette Helios und die auf Dienstleistungen für Kliniken spezialisierte Vamed bestätigten ebenfalls ihre Ziele.

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