Gewinneinbruch
Chevron leidet unter Ölpreis-Verfall

Noch vor einem Jahr quollen die Kassen von Energieunternehmen über. Jetzt, nachdem die Rohstoffpreise eingebrochen sind, sieht es mau aus. Auch beim zweitgrößten US-Ölkonzern Chevron. Er hat wie auch die europäischen Wettbewerber Shell und BP im ersten Quartal einen drastischen Gewinneinbruch erlitten.

HB SAN RAMON. Der Überschuss stürzte wegen der Wirtschaftskrise und der gesunkenen Öl- und Gaspreise um 64 Prozent auf 1,8 Milliarden Dollar (1,4 Mrd. Euro) ab. Der Umsatz fiel zum Vorjahr um 45 Prozent auf 36,1 Milliarden Dollar, wie Chevron am Freitag im kalifornischen San Ramon mitteilte. Ohne Einmalgewinne durch Anteilsverkäufe wäre das Ergebnis noch stärker zurückgegangen.

Im vergangenen Jahr hatten die Ölriesen weltweit Rekordgewinne erzielt. Zum Jahresschluss waren die Ergebnisse aber bereits deutlich zurückgegangen. Der Ölpreis hatte im Juli 2008 ein Rekordhoch von mehr als 147 Dollar je Barrel erreicht. Seitdem ist er aber wegen des Einbruchs der Weltwirtschaft deutlich gesunken. Zuletzt lag er bei gut 50 Dollar je Barrel (159 Liter).

Der weltgrößte börsennotierte Ölkonzern und US-Branchenprimus Exxon Mobil hatte erst am Donnerstag einen Ergebniseinbruch um 58 Prozent auf knapp 4,6 Milliarden Dollar bekanntgegeben. Auch beim größten europäischen Ölkonzern Shell (minus 58 Prozent) und bei BP (minus 62 Prozent) fielen die Gewinne in dieser Größenordnung.

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