Gewinnplus im Quartal
Lanxess-Sanierung rechnet sich

Der harte Sanierungskurs bei Lanxess schlägt sich positiv in der Bilanz des zweiten Quartals nieder. Operativ und unterm Strich hat das Unternehmen wesentlich mehr verdient als im Vorjahreszeitraum.

HB FRANKFURT. „Die Konzentration auf margenstarke Geschäfte und unser schneller als erwartet greifender Konzernumbau wirken sich positiv auf die Entwicklung aus“, erklärte Lanxess-Chef Axel Heitmann am Mittwoch. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) sowie vor Sondereinflüssen habe binnen Jahresfrist um 23,3 Prozent auf 201 Mill. Euro zugelegt. Damit lag Lanxess etwas über den Erwartungen von Analysten, die im Schnitt mit 193 Mill. Euro gerechnet hatten.

Das operative Ergebnis (Ebit) vor Sonderposten kletterte um 38 Prozent auf 138 Mill. Euro. Unter dem Strich blieb ein Gewinn von 77 Mill. Euro nach 24 Mill. Euro ein Jahr zuvor. Der Umsatz verringerte sich dagegen wegen des Verkaufs von Geschäftsteilen im Zeitraum April bis Juni um 5,8 Prozent auf 1,75 Mrd. Euro.

Für das Gesamtjahr zeigt sich das Management nun etwas optimistischer: Das Leverkusener Unternehmen rechnet für 2006 jetzt mit einem Ebitda vor Sondereinflüssen von 660 Mill. bis 680 Mill. Euro. Bislang hatte der Vorstand 640 bis 680 Mill. Euro in Aussicht gestellt. Im fortgeführten Geschäft solle der Umsatz moderat steigen.

Bei der Verbesserung seiner Ertragskraft kam Lanxess im zweiten Jahresviertel voran. Die operative Rendite, gemessen am Ebitda vor Sondereinflüssen, erhöhte sich auf 11,5 Prozent von 8,8 Prozent vor Jahresfrist. Analysten hatten mit einer Marge von 10,8 Prozent gerechnet.

Die Anfang 2005 vom Bayer-Konzern abgespaltene Gesellschaft versucht mit einem scharfen Sparkurs bei der Ertragskraft zu den Wettbewerbern in der Branche aufzusteigen. Mit vier Sanierungsprogrammen will Lanxess-Chef Heitmann von 2009 an die Kosten im Unternehmen um insgesamt 260 Mill. Euro senken.

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