Gewinnprognose angehoben
Kostenkontrolle zahlt sich für Bristol-Myers aus

Nach einem Gewinnzuwachs im zweiten Quartal des laufenden Jahres hat der US-Pharmakonzern Bristol-Myers Squibb seine Ergebnisprognose für 2007 angehoben.

HB NEW YORK/FRANKFURT. Maßnahmen zur Kostenkontrolle und erwartete starke Umsätze mit einigen der wichtigsten Medikamente stimmten das Management optimistischer. Bristol-Myers fokussiere sich weiterhin auf Kosteneinsparungen und Investitionen in sein Geschäft, erklärte Vorstandschef James Cornelius am Donnerstag. Die Gesellschaft plane ein umfangreiches Kostensenkungsprogramm, zu denen auch ein Arbeitsplatzabbau und die Rationalisierung einiger Betriebsanlagen gehöre. Nähere Details wollte Bristol-Myers im Jahresverlauf bekannt geben.

Bristol-Myers rechne nun mit einem Gewinn je Aktie ohne Sonderposten von 1,35 bis 1,45 Dollar, teilte das New Yorker Unternehmen mit. Bislang hatte Bristol-Myers 1,30 bis 1,40 Dollar in Aussicht gestellt. Im zweiten Quartal steigerte der Konzern seinen Gewinn um sechs Prozent auf 706 Mill. Dollar, der Gewinn je Aktie lag bei 36 Cent. Ohne Sonderposten verdiente Bristol-Myers 37 Cent und damit einen Cent mehr als von Analysten erwartet.

Bristol-Myers vermarktet zusammen mit dem US-Biotechunternehmen Imclone das Krebsmittel Erbitux in den USA, für das der Darmstädter Pharma- und Spezialchemiekonzern Merck die Entwicklungs- und Vermarktungsrechte außerhalb der USA und Kanada hat. Mit Erbitux verzeichnete Bristol-Myers im zweiten Quartal auf Grund wachsenden Wettbewerbs einen Umsatzrückgang um sechs Prozent auf 162 Mill. Dollar. Merck hatte dagegen am Mittwoch einen Umsatzanstieg von 44 Prozent auf 116 Mill. Euro mit dem Medikament berichtet.

Insgesamt stiegen die Erlöse von Bristol-Myers von April bis Juni nur leicht um ein Prozent auf 4,93 Mrd. Dollar. Zwar legten die Erlöse mit dem Hauptumsatzbringer Plavix um vier Prozent auf 1,189 Mrd. Dollar zu, nachdem das Unternehmen mit seinem Partner Sanofi-Aventis im Streit um den Patentschutz des Thrombosemittels einen Sieg errungen hatten. Dagegen macht Bristol-Myers Konkurrenz von billigeren Nachahmermedikamenten bei dem Cholesterinsenker Pravachol zu schaffen, der einen Umsatzeinbruch von 59 Prozent auf 132 Mill. Dollar verzeichnete. Die Geschäfte mit neueren Medikamenten konnten dies zum Teil aber ausgleichen.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%