Gewinnrückgang - Prognosen bestätigt
Leoni: Hohe Investitionen belasten Bilanz

Der Autozulieferer Leoni hat im ersten Halbjahr einen deutlichen Gewinnrückgang verbucht. Der Überschuss fiel auf 8,2 Mill. € von 13,3 Mill. € im Vorjahr. Gründe seien hohe Investitionen für den Ausbau neuer Standorte sowie Aufwendungen für die Restrukturierung im Bereich Bordnetz-Systeme, berichtete Leoni am Donnerstag.

HB MÜNCHEN. Der Nürnberger Autozulieferer Leoni bleibt zuversichtlich, 2004 den Jahresüberschuss um rund ein Drittel zu steigern. Neue Produktionen in Osteuropa würden kräftige Wachstumsimpulse in der zweiten Jahreshälfte geben, teilte der Spezialist für Auto-Kabelsysteme am Donnerstag in Nürnberg mit. Leoni bestätige daher die Prognose, 2004 den Jahresüberschuss auf mindestens 30 (21,1) Mill. € zu steigern. Der Umsatz werde zudem um mindestens zehn Prozent zulegen.

Das im MDax notierte Unternehmen rüstet ab diesem Jahr zusätzlich den neuen Opel Astra, die neue A-Klasse von Mercedesund den 1-er von BMW mit Bordnetzen aus. Seit mehr als einem Jahr investiert Leoni dazu in neue Werke in Osteuropa und hat seine Produktion weitgehend aus Deutschland abgezogen.

Der Konzernüberschuss lag mit 8,2 Mill. € knapp unter den Erwartungen der Analysten von durchschnittlich 9 Mill. €. Die Problemsparte Draht habe immerhin ihren operativen Verlust auf 1,0 (minus: 1,4) Mill. € verringert.

Der Umsatz stieg auf 593,7 (Vorjahr: 545,4) Mill. €, was deutlich über den Markterwartungen von 578 Mill. € lag. Dazu habe die angelaufene Kabelsatzproduktion für den Opel Astra beigetragen. Alle drei Geschäftsbereiche Bordnetze, Kabel und Draht hätten mehr umgesetzt. Die Leoni-Aktie reagierte auf die Zahlen mit einem Zugewinn von gut einem Prozent auf 45,50 €.

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