Gewinnschub
Eon-Kassen klingeln 2005

In diesem Jahr dürfte Deutschlands größter Energiekonzern so viel Geld wie noch nie verdienen. Eon profitiert insbesondere von seinen Strompreisanhebungen sowie Gewinnen aus Firmenverkäufen. Auch für die Zukunft ist der Energieriese wieder optimistischer.

HB DÜSSELDORF. In den ersten neun Monaten verzeichnete das Unternehmen bereits kräftige Zuwächse. Das für das Gesamtjahr in Aussicht gestellte Rekordergebnis soll höher ausfallen als bislang erwartet. Die strategische Konzentration auf die Kerngeschäfte Strom und Gas habe sich ausgezahlt, erklärte Konzernchef Wulf Bernotat am Donnerstag. Im Zeitraum von Januar bis September erzielte Eon einen siebenprozentigen Anstieg des Gewinns vor Zinsen und Steuern (Ebit) auf 5,524 Mrd. €. Der Umsatz legte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 18 % auf 39,9 Mrd. € zu. Der Nettogewinn kletterte um 61 % auf 6,399 Mrd. €.

Der gestiegene Überschuss geht vor allem auf Erträge aus Beteiligungsverkäufen zurück. Eon hatte im Sommer die Messtechnikfirma Ruhrgas Industries und den Immobilienkonzern Viterra verkauft und dadurch Buchgewinne von rund drei Mrd. € erzielt. Auf der Verkaufsliste steht inzwischen nur noch die Restbeteiligung von 43 % am Spezialchemiekonzern Degussa. Eon will sich hiervon im nächsten Jahr trennen und den Erlös in voller Höhe an die Aktionäre weitergeben.

Im Zwischenbericht spricht das Unternehmen von einer „nochmaligen Steigerung“ seines operativen Gewinns im laufenden Jahr. Nach den Worten von Finanzvorstand Erhard Schipporeit bedeutet diese Prognose eine optimistischere Einschätzung als bisher. Im Sommer hatte der Konzern lediglich vorausgesagt, die zentrale Ertragskennzahl werde „leicht“ über Vorjahr liegen.

Konzernchef Bernotat will am Wachstumskurs des Energieriesen festhalten. Der Fokus liege dabei auf dem Gasgeschäft. Bernotat sagte, die im September angekündigte Übernahme des britischen Gasproduzenten Caledonia Oil sei am Mittwoch unter Dach und Fach gebracht worden. Eon will mittelfristig bis zu einem Fünftel seines Gasbezugs aus eigenen Quellen decken. Mit Caledonia sind es fünf Prozent. Erneut bekräftigte der Eon-Chef, neben kleineren und mittleren Zukäufen seien auch große Investitionen denkbar. Im September hatte der Konzern grundsätzliches Interesse am britischen Versorger Scottish Power bekundet. Näher wollte sich Bernotat dazu nicht äußern.

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