Gewinnschub
Stada brilliert dank Generikageschäft

Der Generikahersteller Stada hat im abgelaufenen ersten Halbjahr von der Gesundheitsreform in Deutschland sowie seinem Auslandsgeschäft profitiert. Das Unternehmen konnte den Gewinn stärker als von Analysten erwartet steigern.

dpa-afx     BAD VILBEL. Für das laufende Geschäftsjahr, das das zwölfte Rekordjahr in Folge werden soll, zeigte sich Vorstandschef Hartmut Retzlaff weiterhin optimistisch. Im ersten Halbjahr habe sich der Überschuss um 38 Prozent auf 58,3 Mill. Euro verbessert, teilte Deutschlands drittgrößter Generikahersteller am Dienstag in Bad Vilbel mit.

Analysten hatten unter dem Strich im Schnitt einen Gewinnanstieg auf 56,4 Mill. Euro vorausgesagt. 2006 hatte Stada einen Umsatz von 1,25 Mrd. Euro, ein operatives Ergebnis von 180,5 Mill. Euro und eine operative Marge von 14,5 Prozent ausgewiesen.

Bei einem Umsatzanstieg um 27 Prozent auf 737,4 Mill. Euro kletterte das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) in den ersten sechs Monaten auf 101,6 Mill. Euro (VJ: 74,9) und lag damit im Rahmen der Erwartungen von 101,5 Mill. Euro. Nach den jüngsten Zukäufen in Russland will die im MDax notierte Stada auch weiterhin eine "aktive Akquisitionspolitik" betreiben.

Auch nach dem jüngsten Zukauf der Pharmagruppe Makiz in Russland will Stada besonders in den osteuropäischen Märkten weiter zukaufen. Unverändert seien zur Schaffung eines ausreichenden Finanzierungsrahmens für entsprechende Übernahmen auch Kapitalmaßnahmen denkbar. 2006 hatte Stada mit der Übernahme der serbischen Hemofarm für 494 Mill. Euro den größten Kauf der Unternehmensgeschichte gestemmt.

Für das erste Halbjahr zeigte sich Konzernchef Retzlaff zufrieden: "Die deutlich zweistelligen Zuwachsraten bei Umsatz und Gewinn zeigen, dass wir die Wachstumspotenziale der Märkte nach wie vor erfolgreich in eigenes Wachstum umsetzen können." Grund für den Umsatzschub bei Stada sei die hohe Zahl der von Aliud Pharma abgeschlossenen Rabattverträge mit gesetzlichen Krankenkassen, die durch die Gesundheitsreform seit April 2007 verstärkt marktwirksam werden. Der Umsatz im größten Geschäftsbereich - den Generika - stieg im ersten Halbjahr um 34 Prozent auf 554,9 Mill. Euro. Damit trage das Kernsegment 75,2 Prozent zum Konzernumsatz bei.

In Deutschland verbesserte sich der Generikaumsatz im Berichtszeitraum um 23 Prozent auf 236,9 Mill. Euro. Während die Generika-Vertriebslinie Stadapharm den Umsatz um sechs Prozent auf 127,9 Mill. Euro steigerte, verbuchte die ohne eigene Vertriebsmannschaft auftretende Aliud Pharma einen Umsatzanstieg um 77 Prozent auf 56,6 Mill. Euro. Die Umsätze der internationalen Geschäftsaktivitäten verbesserten sich in den ersten sechs Monaten erwartungsgemäß und trugen nun um 60,5 Prozent (H1 2006: 56,9) zum Konzernumsatz bei.

Durch das am 1. April in Kraft getretene Gesetz zur Stärkung des Wettbewerbs in der gesetzlichen Krankenversicherung müssen Apotheken bei der Auswahl eines Medikamentes die Rabattverträge der Krankenkassen beachten und das Medikament abgeben, für das die Krankenkasse des Patienten eine Rabattvereinbarung mit dem Hersteller abgeschlossen hat. Trotz der Umwälzungen auf dem Generikamarkt durch die Rabattverträge habe Stada den Marktanteil im ersten Halbjahr auf 10,8 Prozent (VJ: 9,2) deutlich gesteigert./

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