Gewinnsprung erwartet
Luxus-Konzern Richemont kennt keine Krise

Florierende Geschäfte mit Luxusgütern bescheren den Schweizern eine deutliche Steigerung des Halbjahresgewinns. Es wird ein Anstieg um bis zu 40 Prozent erwartet. Die Wechselkurse sorgen allerdings für Unsicherheiten.
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ZürichDie Nachfrage nach Luxusgütern wie hochpreisige Uhren, Schmuck oder hochwertiger Kleidung boomt trotz europäischer Schuldenkrise und nachlassender Wirtschaftskraft Chinas. Der Schweizer Luxusgüterhersteller Richemont sah sich am Montag daher veranlasst, die Anleger auf einen noch stärker als erwartet ausfallenden Anstieg der Gewinne hinzuweisen. Das italienische Modehaus Prada gab für das erste Halbjahr einen Umsatzzuwachs von über einem Drittel bekannt.

Richemont stellte für die bis Ende September laufende erste Hälfte des Geschäftsjahres 2012/13 einen Gewinnsprung von 20 bis 40 Prozent in Aussicht. Bereits für die Vorjahresperiode hatte das von der aus Südafrika stammenden Familie Rupert kontrollierte Unternehmen den Gewinn um zehn Prozent auf 709 Millionen Euro und den Umsatz gar um 29 Prozent auf 4,21 Milliarden Euro gesteigert.

Zum laufenden Geschäftsjahr hatte sich der Hersteller von Cartier-Schmuck und Uhren der Marken IWC und Jaeger-LeCoultre bisher eher zurückhaltend geäußert und auf quantitative Prognosen ganz verzichtet. Richemont begründete die unerwartete Mitteilung zum Geschäftsverlauf mit Vorschriften der Schweizer Börse, wonach Unternehmen melden müssen, wenn der Gewinn markant vom Vorjahreswert abweicht.

"Die positive 'Gewinnwarnung' ist eindeutig eine Überraschung," erklärte Vontobel-Analyst Rene Weber. Die Richemont-Aktie kletterte um mehr als sechs Prozent auf 59,55 Franken, während der europäische Branchenindex um 0,5 Prozent vorrückte.

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