Industrie

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Gewinnsprung: Europas Absatz-Krise rüttelt Ford durch

Der US-Autobauer trotzt allen konjunkturellen Schwächen mit einem Gewinnsprung für das vergangene Quartal. Doch das schlechte Ergebnis in Europa und die schwache Prognose trüben die Freude.

Ford Fusion: Der Autobauer profitierte vom Aufschwung am US-Automarkt. Quelle: dapd
Ford Fusion: Der Autobauer profitierte vom Aufschwung am US-Automarkt. Quelle: dapd

DetroitDie Auto-Krise in Europa macht Ford immer schwerer zu schaffen. Zwar konnte der zweitgrößte US-Hersteller dank florierender Geschäfte im Heimatmarkt Verluste auf dem alten Kontinent mehr als wettmachen. Doch bleibt die Schwäche in Europa trotz des eingeleiteten Sparkurses die Achillesferse. Hier fiel im vergangenen Jahr ein Verlust von 1,8 Milliarden Dollar an. Und Besserung ist nicht in Sicht.

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Für 2013 rechnet Ford in Europa mit einem Minus von rund zwei Milliarden Dollar - mehr als bislang angenommen. Die Beschäftigten müssen weitere Werksschließungen und Stellenstreichungen fürchten. Denn Vorstandschef Alan Mulally kündigte am Dienstag für den Notfall zusätzliche Maßnahmen zur Sanierung an.

Die zehn größten Autohersteller Europas 2012

  • Platz 10

    Nissan

    Verkaufte Fahrzeuge: 0,42 Millionen (-6,3 Prozent gegenüber Vorjahr)

  • Platz 9

    Toyota

    Verkaufte Fahrzeuge der Marken Toyota und Lexus: 0,5 Millionen (-3,1 Prozent gegenüber Vorjahr)

  • Platz 8

    Daimler

    Verkaufte Fahrzeuge der Marken Mercedes-Benz und Smart: 0,63 Millionen (-3 Prozent gegenüber Vorjahr)

  • Platz 7

    BMW Gruppe

    Verkaufte Fahrzeuge der Marken BMW und Mini: 0,77 Millionen (-1,8 Prozent gegenüber Vorjahr)

  • Platz 6

    Fiat Gruppe

    Verkaufte Fahrzeuge der Marken Fiat, Lancia/Chrysler, Alfa Romeo, Jeep: 0,78 Millionen (-16,1 Prozent gegenüber Vorjahr)

  • Platz 5

    Ford

    Verkaufte Fahrzeuge: 0,91 Millionen (-13,2 Prozent gegenüber Vorjahr)

  • Platz 4

    General Motors

    Verkaufte Fahrzeuge der Marken Opel, Vauxhall, Chevrolet, GM: 0,98 Millionen (-13,8 Prozent gegenüber Vorjahr)

  • Platz 3

    Renault Gruppe

    Verkaufte Fahrzeuge der Marken Renault, Dacia: 1,03 Millionen (-19,1 Prozent gegenüber Vorjahr)

  • Platz 2

    PSA Gruppe

    Verkaufte Fahrzeuge der Marken Peugeot und Citroën: 1,43 Millionen (-12,9 Prozent gegenüber Vorjahr)

  • Platz 1

    Volkswagen

    Verkaufte Fahrzeuge der Marken VW, Audi, Seat, Skoda: 2,98 Millionen (-1,6 Prozent gegenüber Vorjahr)

  • Quelle

Wie der größere Rivale General Motors (GM) profitierte Ford zuletzt kräftig vom Aufschwung auf dem US-Automarkt, wo große, PS-starke Modelle gefragt sind. Obwohl das vierte Quartal gewöhnlich das schwächste Vierteljahr ist, stieg der Vorsteuergewinn zum Vorjahr überraschend kräftig um 55 Prozent auf 1,7 Milliarden Dollar. Der Umsatz wuchs um 5,5 Prozent auf 36,5 Milliarden Dollar.

Allein in Nordamerika verdiente der Konzern mit 1,9 Milliarden Dollar fast eine Milliarde mehr als vor einem Jahr. In Europa liefen die Geschäfte dagegen schlechter. In den letzten drei Monaten fiel dort ein Verlust von 732 Millionen Dollar an, gut eine halbe Milliarde mehr als im Jahr zuvor. Die Ford-Aktie gab im frühen Handel an der Wall Street rund drei Prozent nach.

So viele Wagen verkauften die Autobauer 2012

  • VW

    Ausgelieferte Fahrzeuge weltweit: 9,07 Millionen (+11,2 Prozent)

    in Deutschland: 1,18 Millionen

    in den USA: 596.100

    in China: 2,81 Millionen

  • GM

    Ausgelieferte Fahrzeuge weltweit: 9,3 Millionen (+2,9 Prozent)

    in Europa: 1,6 Millionen

    in den Nordamerika: 3,0 Millionen

    in China: 2,8 Millionen

  • Toyota

    Ausgelieferte Fahrzeuge weltweit: 9,7 Millionen

Die Absatzkrise in Westeuropa macht der ganzen Branche zu schaffen. Ford trat deswegen bereits im Herbst auf die Bremse und kündigte die Schließung von insgesamt drei Werken in Belgien und Großbritannien mit insgesamt 5700 Beschäftigten an. Dazu gehört der Standort im belgischen Genk sowie die britischen Fabriken in Southampton und Dagenham.

  • 30.01.2013, 05:14 UhrSio_x

    Die neuen Autos sind zu teuer! Ich gebe doch keine 20.000 € für ein Auto aus (minimum). Lieber steige ich in die öffentlichen. Die hohen Spritpreise und die viel zu teuren Autos kann man in Europa, wo die Jugendarbeitslosigkeit jenseits des guten Menschenverstandes liegt, eben nicht verkaufen. Und auf Pump werde ich mir definitiv nichts mehr zulegen.

  • 29.01.2013, 23:14 UhrAestehtnoch

    Die Autobauer habenalle noch nicht gemerkt wie hässlich die neuen Autos sind und bekommen dafür von der Kundschaft die Quittung. Ich fahre auch meinen alten weiter, weil die neuen im bezahlbaren Range, die sind so hässlich, aaah, bei der Wahl zwischen Walfratze, Boxernase, Riesennüstern und Schlitzaugen friert mein Geldbeutel zu.


  • 29.01.2013, 19:54 UhrDieWeltIstNichtGenug

    Lesen sie nicht soviel Welt, das macht nur blöd.

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