Gewinnsprung: Europas Absatz-Krise rüttelt Ford durch

Gewinnsprung
Europas Absatz-Krise rüttelt Ford durch

Der US-Autobauer trotzt allen konjunkturellen Schwächen mit einem Gewinnsprung für das vergangene Quartal. Doch das schlechte Ergebnis in Europa und die schwache Prognose trüben die Freude.
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DetroitDie Auto-Krise in Europa macht Ford immer schwerer zu schaffen. Zwar konnte der zweitgrößte US-Hersteller dank florierender Geschäfte im Heimatmarkt Verluste auf dem alten Kontinent mehr als wettmachen. Doch bleibt die Schwäche in Europa trotz des eingeleiteten Sparkurses die Achillesferse. Hier fiel im vergangenen Jahr ein Verlust von 1,8 Milliarden Dollar an. Und Besserung ist nicht in Sicht.

Für 2013 rechnet Ford in Europa mit einem Minus von rund zwei Milliarden Dollar - mehr als bislang angenommen. Die Beschäftigten müssen weitere Werksschließungen und Stellenstreichungen fürchten. Denn Vorstandschef Alan Mulally kündigte am Dienstag für den Notfall zusätzliche Maßnahmen zur Sanierung an.

Wie der größere Rivale General Motors (GM) profitierte Ford zuletzt kräftig vom Aufschwung auf dem US-Automarkt, wo große, PS-starke Modelle gefragt sind. Obwohl das vierte Quartal gewöhnlich das schwächste Vierteljahr ist, stieg der Vorsteuergewinn zum Vorjahr überraschend kräftig um 55 Prozent auf 1,7 Milliarden Dollar. Der Umsatz wuchs um 5,5 Prozent auf 36,5 Milliarden Dollar.

Allein in Nordamerika verdiente der Konzern mit 1,9 Milliarden Dollar fast eine Milliarde mehr als vor einem Jahr. In Europa liefen die Geschäfte dagegen schlechter. In den letzten drei Monaten fiel dort ein Verlust von 732 Millionen Dollar an, gut eine halbe Milliarde mehr als im Jahr zuvor. Die Ford-Aktie gab im frühen Handel an der Wall Street rund drei Prozent nach.

Die Absatzkrise in Westeuropa macht der ganzen Branche zu schaffen. Ford trat deswegen bereits im Herbst auf die Bremse und kündigte die Schließung von insgesamt drei Werken in Belgien und Großbritannien mit insgesamt 5700 Beschäftigten an. Dazu gehört der Standort im belgischen Genk sowie die britischen Fabriken in Southampton und Dagenham.

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In Europa 6200 Arbeitsplätze weg

Kommentare zu " Gewinnsprung: Europas Absatz-Krise rüttelt Ford durch"

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  • Die neuen Autos sind zu teuer! Ich gebe doch keine 20.000 € für ein Auto aus (minimum). Lieber steige ich in die öffentlichen. Die hohen Spritpreise und die viel zu teuren Autos kann man in Europa, wo die Jugendarbeitslosigkeit jenseits des guten Menschenverstandes liegt, eben nicht verkaufen. Und auf Pump werde ich mir definitiv nichts mehr zulegen.

  • Die Autobauer habenalle noch nicht gemerkt wie hässlich die neuen Autos sind und bekommen dafür von der Kundschaft die Quittung. Ich fahre auch meinen alten weiter, weil die neuen im bezahlbaren Range, die sind so hässlich, aaah, bei der Wahl zwischen Walfratze, Boxernase, Riesennüstern und Schlitzaugen friert mein Geldbeutel zu.


  • Lesen sie nicht soviel Welt, das macht nur blöd.

  • Kommentar wird zurückgezogen.

  • Laut Handelsblatt Meldung geht es dem Autobauer Ford demnach gut.

    Bei Welt Online ist heute zu lesen, dass Ford in Europa dramatische Verluste einfährt.

    http://www.welt.de/wirtschaft/article113217563/Ford-faehrt-in-Europa-dramatische-Verluste-ein.html

    Könnte mir bitte Jemand erklären, wie an ein und demselben Tag, über ein und diesselbe Firma, zwei vollkommen unterschiedliche Meldungen geschrieben werden?

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