Gewinnsprung
KWS Saat erhöht Dividende

Zuwächse im Maisanbau haben dem größte deutsche Saatguthersteller KWS Saat im Geschäftsjahr 2006/07 zu einen Gewinnsprung verholfen. Davon sollen auch die Aktionäre profititeren. Das Unternehmen kündigte an, die Dividende zu erhöhen. Börsianer honorierten die Neuigkeiten.

HB HANNOVER. Unter dem Strich verdiente KWS 38,2 bis Ende Juni Mill. Euro, zehn Mill. mehr als im Vorjahreszeitraum. Die Dividende werde um 20 Cent auf 1,40 Euro je Aktie erhöht, teilte KWS Saat am Mittwoch im niedersächsischen Einbeck mit.

Im operativen Ergebnis machten sich die Kostensenkungen im Zuckerrübengeschäft bemerkbar: Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) kletterte um 37 Prozent auf 63,9 Mill. Euro. „Wir haben das hohe Absatzniveau beim Zuckerrübensaatgutgeschäft weiter gehalten und das Maisgeschäft ausgebaut“, resümierte der scheidende KWS-Chef Andreas Büchting. Mittlerweile erziele KWS mehr als die Hälfte des Umsatzes mit Mais. Damit will die Firma Einbußen bei Zuckersaaten abfangen, die sich aus der Marktreform ergeben, mit der die EU die Überproduktion von Zucker drosseln will.

Die EU-Maßnahmen hat KWS weggesteckt: Die Erlöse stiegen um 6,5 Prozent auf 537,9 Mill. Euro. Den Wachstumskurs will KWS im neuen Geschäftsjahr 2007/08 fortsetzen. Der Gewinn werde aber stagnieren.

KWS ist in 70 Ländern vertreten, drei Viertel des Umsatzes stammt aus dem Ausland. Vor allem in Nordamerika, Südost- und Osteuropa sowie in Deutschland habe KWS Kunden gewonnen, sagte Büchting, der im Dezember in den Aufsichtsrat wechseln soll. Neuer KWS-Chef wird Philip von dem Bussche, der im Vorstand bisher für Zuckerrüben und Energiepflanzen verantwortlich ist.

Die im Kleinwerteindex SDax notierte Aktie legte zweitweise um 2,6 Prozent auf 151,80 Euro zu.

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