Gewinnsprung: Solarboom treibt Wacker Chemie

Gewinnsprung
Solarboom treibt Wacker Chemie

Der Halbleiter-Zulieferer und Chemiekonzern Wacker Chemie hat 2006 dank eines florierenden Halbleitergeschäfts Umsatz und operatives Ergebnis überraschend deutlich gesteigert und sich auch für das 2007 optimistisch gezeigt.

dpa-afx MÜNCHEN. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) sei um 38 Prozent auf 785 Mill. Euro gestiegen, teilte die im MDax gelistete Gesellschaft am Donnerstag nach vorläufigen Berechnungen mit. Analysten hatten im Schnitt nur 763 Mill. Euro erwartet. Der Umsatz legte um 21 Prozent auf 3,33 Mrd. Euro zu. Hier waren die befragten Experten von 3,312 Mrd. Euro ausgegangen.

Wacker habe das beste Jahr in seiner Geschichte hinter sich, hieß es. Das Ergebnis je Aktie werde bei einer Steuerquote von rund 25 Prozent mit etwa 6,40 (Vorjahr 2,90) Euro für 2006 erwartet. Auch für das laufende Jahr zeigte sich Wacker-Chef Peter-Alexander Wacker weiterhin optimistisch: "Die guten Zahlen in Verbindung mit unseren starken Marktpositionen und den planmäßig verlaufenden Kapazitätserweiterungen sehen wir als eine hervorragende Grundlage für unser weiteres Wachstum in Umsatz und Ergebnis im laufenden Geschäftsjahr."

Am Finanzmarkt war die Reaktion positiv. Die Aktien legten vorbörslich zu. In ersten Reaktionen sprachen Händler von positiven Überraschungen. Dies gelte insbesondere für Siltronic. Auch der Ausblick klinge gut, allerdings seien keine konkreten Prognosen genannt worden.

Der Konzern machte für die positive Entwicklung in seinem ersten Jahr an der Börse Kapazitätssteigerungen, ein positives Marktumfeld bei Siliciumwafern für die Halbleiterindustrie sowie eine starke Nachfrage in den meisten Geschäftsfeldern verantwortlich. Hauptergebnistreiber bleibt Siltronik. In einem stabilen Preisumfeld steigerte der Konzern die Ebitda-Marge auf 33 (Vorquartal 30) Prozent. 2006 sei bei einem Umsatz von etwa 1,26 (Vorjahr 0,925) Mrd. Euro ein Ebitda von rund 355 (153) Mill. Euro zu erwarten.

Das Geschäftsfeld Polysilicon habe von zusätzlichen Mengen profitiert, hieß es. Die Produktion erhöhte sich 2006 auf 6 200 Tonnen. Der Umsatz lag bei rund 325 (288) Mill. Euro und das Ebitda bei 115 (90) Mill. Euro. Das Chemiegeschäft verzeichnete den Angaben zufolge aus saisonalen Gründen etwas schwächere Geschäfte als im Vorquartal. Der übliche saisonale Abschwung sei jedoch vor allem durch eine witterungsbedingt stärkere Nachfrage aus dem Bausektor teilweise ausgeglichen worden. Der Gesamtumsatz dürfte 2006 auf 1,95 (1,70) Mrd. Euro klettern und das Ebitda auf 345 (328) Mill. Euro. Die vollständige Bilanz soll am 22. März vorgelegt werden.

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