Gewinnsprung
Thyssen-Krupp hebt die Prognose an

Getragen von der guten Stahlkonjunktur hat Thyssen-Krupp von April bis Juni einen weiteren deutlichen Gewinnanstieg erzielt. Wie erwartet hob der Industriekonzern die Prognose an. Dass der Markt die guten Zahlen honoriert, bezweifelten Analysten allerdings.

HB DÜSSELDORF. Der größte deutsche Stahlkonzern hat nach einem Rekordquartal die Prognose für 2006/07 abermals angehoben. Der Konzern erwarte nun für das Geschäftsjahr (per Ende September) ein Ergebnis vor Steuern (EBT) und wesentlichen Sondereffekten von 3,6 Mrd. Euro, teilte das Unternehmen am Freitag mit. Erst im Mai hatte Thyssen-Krupp die Prognose auf 3,5 (Vorjahr: 2,6) Mrd. Euro angehoben. Auch für den Umsatz äußerte sich der Düsseldorfer Konzern optimistischer. Die Erlöse sollen auf über 50 (47) Mrd. Euro klettern. Bislang hatte Vorstandschef Ekkehard Schulz rund 50 Mrd. Euro in Aussicht gestellt.

Ein kräftiges Gewinnwachstum in den Sparten Edelstahl und Service bescherte dem deutschen Branchenprimus im dritten Quartal einen Vorsteuergewinn über den Erwartungen der Analysten. Das EBT stieg um die Hälfte auf 1,22 (0,81) Mrd. Euro. Analysten hatte im Durchschnitt nur mit 990 Mill. Euro gerechnet. Umsatz kletterte um elf Prozent auf 13,4 Mrd. Euro.

Während die Stahlsparte ihren Gewinn auf 428 (386) Mill. Euro verbesserte, konnte die Edelstahlsparte ihn auf 296 (126) Mill. Euro mehr als verdoppeln.

Bereits nach neun Monaten hat Thyssen-Krupp mit 2,8 Mrd. Euro den Vorsteuergewinn des gesamten Jahres 2006 übertroffen. Der Umsatz liegt mit 38,9 Mrd. Euro zwölf Prozent über Vorjahr, während der Auftragseingang um 16 Prozent stieg.

Thyssen-Krupp-Chef Schulz bekräftigte auch die mittel- und langfristigen Ziele. Das EBT soll bis 2010 auf vier Mrd. Euro klettern und später auf 4,5 bis 5,0 Mrd. Euro.

Die Quartalszahlen wurden im Handel in einer ersten Einschätzung positiv eingestuft. Der Umsatz habe die Erwartung getroffen, das Netto sei deutlich darüber ausgefallen. Die Anhebung des Ausblicks wurde von einigen Analysten im Vorfeld erwartet. Fraglich sei allerdings, ob sich die Aktie der zu erwartenden Negativtendenz des Gesamtmarktes zum Wochenschluss auf Grund der guten Zahlen entziehen könne, so ein Händler.

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