Gewinnsprung
Weltweite RWE-Einkaufstour trägt Früchte

Die weltweite Einkaufstour des Essener Versorgungsriesen RWE in den vergangenen Jahren trägt weiter Früchte. Im ersten Halbjahr stieg das betriebliche Ergebnis vor allem durch die erstmalige Einbeziehung der Zukäufe um rund 35 Prozent auf 2,94 Milliarden Euro. Deutliche Zuwächse verzeichnete RWE vor allem bei Gas, Strom und Wasser. Bei den Umweltdienstleistungen musste der Konzern hingegen einen Gewinneinbruch hinnehmen.

HB/dpa ESSEN. Konzernchef Harry Roels bezeichnete am Montag in Essen bei der Vorlage der Halbjahreszahlen das laufende Geschäftsjahr 2003 als „Jahr der Konsolidierung“. Der geplante Konzernumbau sei auf gutem Weg.

Roels bekräftigte den Start der neuen Konzernstruktur zum 1. Oktober. Nach wie vor fehle allerdings die Zustimmung der kommunalen Aktionäre der RWE Gas. Die geplante Vertriebsorganisation RWE Westfalen-Weser-Ems werde daher vom 1. Oktober an ohne die Einbeziehung des Gasgeschäfts starten.

RWE hatte Ende Juni angekündigt, die Zahl der Führungsgesellschaften von 13 auf 7 zu reduzieren. Rund 1000 Stellen will der Konzern bis Ende 2005 abbauen. Von dem Umbau erhofft sich RWE jährliche Einsparungen von 300 Mill. € bis zum Jahr 2006.

Den kommunalen Aktionären bei RWE Gas hatte RWE angeboten, ihren Anteil gegen einen Anteil der genannten Vertriebsorganisation einzutauschen. Dagegen stemmen sich die Minderheitsgesellschafter, die eine jährliche Garantiedividende erhalten, mit Hilfe ihrer Sperrminorität. Insgesamt plant RWE unter dem Dach der neuen RWE Energy sechs Vertriebsunternehmen.

Für das Geschäftsjahr 2003 erwartet RWE eine Steigerung des betrieblichen Ergebnisses im niedrigen zweistelligen Bereich. Der Zuwachs werde ausschließlich vom Kerngeschäft getragen und resultiere vor allem aus den Zukäufen. Ohne diese Sondereffekte läge das Konzernergebnis wegen eines weiter verschlechterten Nicht-Kerngeschäfts voraussichtlich leicht unter Vorjahr. 2002 hatte der Konzern ein betriebliches Ergebnis von 4,50 Mrd. € erreicht. RWE zählt Strom, Gas, Wasser und Umweltdienstleistungen zu seinem Kerngeschäft. Die zum Verkauf stehenden Mehrheits-Beteiligungen an Heidelberger Druckmaschinen und Hochtief zählt RWE zum Nicht-Kerngeschäft.

Im ersten Halbjahr steigerte der Konzern sein betriebliches Ergebnis vor allem durch Erstkonsolidierungen im Kerngeschäft um 35 Prozent auf 2,94 Mrd. Euro gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Der Umsatz sank hingegen um 10,8 Prozent auf 22,4 Milliarden Euro. Grund ist neben Währungseffekten und Einbußen bei Heidelberger Druckmaschinen der Ausstieg aus dem Gemeinschaftsunternehmen Shell & Dea Oil, das im Vergleichszeitraum noch enthalten war. Erstmals miteinbezogen wurden das amerikanische Wasserunternehmen American Water Works, der britische Energieversorger Innogy und das tschechische Gasunternehmen Transgas.

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