Gewinnsteigerung angepeilt
Zukäufe sollen Stada-Wachstum ankurbeln

Der Generikahersteller Stada will im laufenden Jahr weiter wachsen und seinen Gewinn überproportional steigern. Um das Geschäft anzukurbeln will man auch auf eine Einkaufstour gehen, dabei sei der heimische Markt aber nicht im Blick.

HB FRANKFURT. „Insgesamt bietet unsere Bilanzstruktur eine unverändert solide Basis für weiteres organisches Wachstum und die Fortsetzung unserer offensiven Akquisitionspolitik“, erklärte Stada-Finanzchef Wolfgang Jeblonski am Donnerstag. Stada wolle auch von Patentabläufen in wichtigen nationalen Märkten profitieren. Im laufenden Jahr habe sich die positive Umsatzentwicklung fortgesetzt, das Umsatzplus in den ersten beiden Monaten liege wie bereits berichtet bei rund 22 Prozent. Für das Gesamtjahr soll der Ertrag stärker zulegen als der Umsatz.

Stada bestätigte zudem ihre Anfang März veröffentlichten vorläufigen Zahlen für das vergangene Jahr. Danach erhöhte sich das operative Ergebnis um rund 45 Prozent auf 127,1 Mill. Euro, der Konzerngewinn um etwa sechs Prozent auf 51,6 Mill. Euro. Der Umsatz lag bei 1,02 Mrd. Euro, ein Plus von 26 Prozent. Dazu habe vor allem das Geschäft im Ausland beigetragen, das inzwischen 57 Prozent des Konzernumsatzes ausmache. Das organische Umsatzwachstum habe 2005 bei 17 Prozent gelegen, Zukäufe hätten neun Prozentpunkte beigetragen.

Stada hatte wiederholt bekräftigt, sein Wachstum mit Übernahmen vorantreiben zu wollen. „Ein Zusammenschluss des deutschen Generikamarktes steht derzeit nicht auf unserer Tagesordnung“, sagte Konzernchef Hartmut Retzlaff am Donnerstag auf der Bilanzpressekonferenz in Frankfurt. Zuletzt hatte der Konzern, der vor wenigen Monaten selbst im Mittelpunkt von Übernahmespekulationen stand, die russische Nizhpharm und den portugiesischen Generikaanbieter Ciclum Farma sowie eine Reihe von Markenprodukten des japanischen Pharmakonzerns Sankyo Pharma gekauft.

Das Bad Vilbeler Unternehmen erzielt den Großteil seiner Erlöse mit Nachahmerprodukten von Medikamenten, deren Patentschutz abgelaufen ist, besitzt aber auch Markenprodukte wie Ladival Sonnencreme oder das Erkältungsmittel Grippostad C. Im zweiten Quartal will Stada mit seinem Kooperationspartner Bioceuticals in Europa den Zulassungsantrag für ein erstes Biogenerikum stellen, die Zulassung wird für 2007 erwartet. Biogenerika sind Kopien von biotechnologisch hergestellten Arzneimitteln, welche beispielsweise körpereigene Proteine nachahmen.

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