Gewinnsteigerung erwartet
Eon macht Endesa-Beteiligungen perfekt

Der Energiekonzern Eon hat den Erwerb von milliardenschwerern Beteiligungen am spanischen Versorger Endesa perfekt gemacht. Ein Jahr nach dem verlorenen Bieterkampf lag der Kaufpreis um 300 Millionen unter der vereinbarten Transaktionshöhe. Durch die Beteiligung baut Eon seine Stellung in Europa weiter aus.

DÜSSELDORF HB. Mehr als ein Jahr nach dem verlorenen Bieterkampf um den spanischen Versorger Endesa hat der Energiekonzern Eon den Erwerb milliardenschwerer Beteiligungen von dem südeuropäischen Konkurrenten perfekt gemacht.

Das Paket von Kraftwerken und Beteiligungen vor allem in Italien, Spanien und Frankreich solle noch in diesem Jahr deutlich zum Ergebnis beitragen, kündigte Eon am Donnerstag an. Der italienische Energiekonzern Enel und der spanische Mischkonzern Acciona hatten nach ihrem Sieg im Bieterstreit um Endesa Eon die Beteiligungen zugesagt. Die Düsseldorfer zahlen hierfür 11,5 Milliarden Euro.

Die Summe liegt um 300 Millionen unter der im März genannten Transaktionshöhe, die einen Kaufpreis von 8,9 Milliarden Euro und die Übernahme von Verbindlichkeiten von 2,9 Milliarden Euro vorsah. Die Schulden seien geringer ausgefallen, erläuterte ein Eon-Sprecher. Der Konzern übernimmt in Italien, Spanien und Frankreich Kraftwerke mit einer Leistung von insgesamt rund 12,2 Gigawatt.

Zudem gibt Enel seine spanische Stromtochter Viesgo an den größten deutschen Versorger ab. "Eon verfügt damit über eine europäische Präsenz, wie sie derzeit kein anderes Energieunternehmen aufweisen kann", sagte Vorstandschef Wulf Bernotat. Die Beteiligungen und die rund 3500 neuen Mitarbeiter sollten nun zügig integriert werden.

Der Abschluss zum Ende des zweiten Quartals kam etwas früher als erwartet zustande. Eon hatte zuvor das dritte Quartal als voraussichtlichen Zeitpunkt genannt. Der Konzern hatte erklärt, je früher die Transaktion über die Bühne gehe, desto positiver werde sich dies auf die Prognosespanne für 2008 auswirken. Eon peilt eine Steigerung des bereinigten Gewinns vor Zinsen und Steuern (Ebit) von fünf bis zehn Prozent an.

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