Gewinnsteigerung im Quartal
Magna gibt sich bei Chrysler bescheiden

Der kanadische Automobilzulieferer Magna ist nur an einer Minderheit des angeschlagenen Autohersteller Chrysler interessiert. Nach dem Einstieg des russischen Oligarchen Deripaska bei Magna scheint der Autozulieferer seine Präferenzen für die zukünftigen Märkte abzustecken. Gleichzeitig lässt Magna seine Muskeln spielen.

HB FRANKFURT/MAIN. „Wir sind nur an einer Minderheitsbeteiligung interessiert“, sagte der Ko-Vorstandsvorsitzende von Magna, Siegfried Wolf, der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“. Als Grund nannte er die Absicht des Autozulieferers, auch künftig nicht in Konkurrenz zu den Autoherstellern treten zu wollen. „Magna hat nicht vor, künftig mit anderen Autoherstellern zu konkurrieren, das wäre doch fatal!“ Deshalb habe Magna alle seine übrigen Automobilkunden über die eigenen Pläne informiert. Magna will die Chrysler-Beteiligung über eine Holding führen, klar getrennt von der eigenen Zuliefersparte.

Die Verhandlungen mit Daimler-Chrysler befinden sich in einem fortgeschrittenen Stadium: „Unser Angebot liegt DaimlerChrysler vor, das ist jetzt in der Bewertungsphase.“ Zum Einstieg des russischen Oligarchen Oleg Deripaska bei Magna sagte Wolf, dass sich sein Unternehmen dank dieser Kooperation auf Anhieb den großen russischen Automarkt erschließe und zudem Zugang zu wichtigen Rohmaterialien wie Stahl und Aluminium erhalte.

Für das erste Quartal gab der Autoteile-Hersteller am Donnerstag ein Quartalsergebnis von 218 Mill. Dollar bekannt. Damit hat Magna im Vergleich zum Vorjahresquartal seinen Gewinn um 2,8 Prozent gesteigert. Der Umsatz stieg um knapp sieben Prozent auf 6,42 Mrd. Dollar. Für das Gesamtjahr erwartet das kanadische Unternehmen Erlöse von 23,5 bis 24,8 Mrd. Dollar. DaimlerChrysler prüft derzeit einen Verkauf der angeschlagenen US-Tochter. Neben Magna hat unter anderem auch der Milliardär Kirk Kerkorian Interesse signalisiert.

Zuvor hatte Magna die Investition eines russischen Magnaten von mehr als einer Milliarde Dollar angekündigt. Russian Machines, ein Teil der vom Investor Oleg Deripaska kontrollierten Kapitalgesellschaft Basic Element, werde Magna-Aktien im Gesamtwert von 1,54 Mrd. Dollar kaufen. Damit werde das Wachstum des Zulieferers in Russland und der Region gefördert, sagte Firmenchef Frank Stronach.

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