Industrie

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Gewinnwarnung: Akzo Nobel schockiert die Börse

Der niederländische Chemiekonzern Akzo Nobel NV hat die Börse mit einer Gewinnwarnung schockiert. Der weltgrößte Farbenhersteller leidet vor allem unter den weiter anziehenden Rohstoffpreisen.

Akzo Nobel Chef Hans Wijers. Quelle: ap
Akzo Nobel Chef Hans Wijers. Quelle: ap

AmsterdamWegen anhaltend steigender Rohstoffpreise und schleppender Nachfrage in einigen Märkten erwartet der weltgrößte Farbenhersteller Akzo Nobel NV nun einen Gewinnrückgang im zweiten Quartal, wie das Unternehmen in einer Gewinnwarnung mitteilte. An der Börse sackte die Aktie daraufhin im frühen Handel zeitweise 6,6 Prozent in den Keller. Der Index für die europäischen Chemiewerte lag lediglich ein Prozent im Minus.

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Gleich anderen Branchengrößen wie BASF und Dow Chemical hatte Akzo Nobel noch einen starken Jahresstart hingelegt und im ersten Quartal seine Verkaufszahlen erhöht und steigende Kosten über Preisanhebungen mehr als ausgleichen können. Zur Veröffentlichung seines Quartalsberichts im April hatte das Management die Erwartung ausgesprochen, in diesem Jahr steigende Rohstoffpreise an seine Kunden abwälzen zu können.

Die Aussicht auf sinkende Gewinne beim Rivalen Akzo Nobel haben BASF allerdings auch ins Minus gedrückt. Die Aktien des Chemieunternehmens gehörten mit einem Minus von 1,3 Prozent auf 63,45 Euro zu den größten Verlierern im Dax.

Akzo Nobel erklärte , weiter anziehende Rohstoffpreise beeinträchtigten die Entwicklung und als Folge davon rechne das Unternehmen mit einer im Vergleich zum Auftaktquartal stagnierenden Marge. Neben schwacher Nachfrage in reifen Märkten würden auch Wartungsausfälle von Anlagen im Spezialchemiesegment die Ergebnisse im zweiten Quartal belasten. Akzo Nobel erwartet nun für das zweite Quartal einen operativen Gewinn (Ebitda) von etwa 550 Millionen Euro nach 614 Millionen Euro im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Für das Gesamtjahr sei von einem Anstieg der Rohstoffpreise um etwa 20 Prozent auszugehen.

Für 2011 rechnet der Chemiekonzern jetzt mit einem Ebitda mindestens auf Vorjahresniveau. Dies gelte sofern sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen nicht noch weiter verschlechterten. 2010 standen 1,964 Milliarden Euro in den Büchern. Zuletzt hatte die Konzernführung noch einen rund fünfprozentigen Umsatz- und Ergebniszuwachs in Aussicht gestellt.

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