Gewinnwarnung
Leoni leidet unter Preisdruck

Der Autotechnik-Zulieferer Leoni hat wegen starken Preisdrucks und hoher Vorlaufkosten für neue Projekte in den ersten neun Monaten des Jahres an Gewinn eingebüßt. Das Ergebnis vor Steuern lag mit 31,6 Millionen Euro um fünf Prozent unter dem entsprechenden Vorjahreswert.

HB STUTTGART. Leoni hat wegen weiterer Restrukturierungskosten in der Problemsparte Draht sein Gewinnziel für 2003 in Frage gestellt. In den ersten neun Monaten erlitt Leoni auf Grund der weiter schwierigen Lage in der Autokonjunktur einen Gewinn- und Umsatzrückgang.

Möglicherweise könnte der Jahresüberschuss 2003 noch stärker als die bisher angekündigten 15 Prozent zurückgehen, sagte Vorstandschef Klaus Probst am Mittwoch in einer Analysten-Konferenz. Auf Leoni kämen Restrukturierungskosten von acht Millionen Euro zu, weil im Problembereich Draht wohl noch ein Standort geschlossen werde. Bereits 2002 sei in der Sparte der Standort Lüdenscheid geschlossen und nach Polen verlagert worden. Der Umsatz werde in diesem Jahr wie angekündigt um zwei bis drei Prozent zurückgehen.

Für 2004 gab sich Leoni aber wieder optimistisch: Umsatz und Gewinn sollten in niedrigen zweistelligen Prozentbereich wachsen, sagte Probst. Dann würden sich einige Großprojekte auszahlen, in die jetzt kräftig investiert werde. Das Unternehmen will für 2003 wieder eine Dividende von 1,15 Euro je Aktie zahlen. Die Leoni-Aktie legte bis zum Nachmittag im MDax um knapp 0,7 Prozent auf 45 Euro zu.

"Der Drahtbereich bleibt Sorgenkind“, sagte Probst. Der Verlust vor Zinsen und Steuern (Ebit) sei dort in den ersten neun Monaten auf 4,5 (Vorjahr: 4,0) Millionen Euro gewachsen. Beim Kabelgeschäft gehe es wieder langsam aufwärts, weshalb sich das Ebit mit 26 Millionen Euro auf Vorjahresniveau gehalten habe. Der Bau neuer Fabriken in Rumänien, der Slowakei und der Ukraine hätten das Ergebnis der zweitgrößten Sparte Bordnetze belastet.

Das Ergebnis vor Steuern sank wegen starken Preisdrucks und Vorlaufkosten für Investitionen bis Ende September um rund fünf Prozent auf 31,6 Millionen Euro, wie Leoni weiter mitteilte. Der Konzernumsatz sei auf 817 (Vorjahr: 831) Millionen Euro zurückgegangen. Bereinigt um Währungseffekte habe sich beim Umsatz aber ein Plus von drei Prozent ergeben.

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