Gewinnwarnung nach Börsengang von US-Tochter
Bauchlandung für RWE

RWE hat mit dem Börsengang seiner US-Wassertochter Hunderte Millionen Euro weniger eingenommen als erhofft. Deshalb wird der Energiekonzern den angepeilten Nettogewinn für 2008 verfehlen. Sogar die Marke aus dem Jahr 2007 wird ein harter Prüfstein. Anleger ließen sich von der Nachricht nur kurz irritieren.

HB FRANKFURT/LOS ANGELES. "Die Platzierung der Aktien führt zu einer Ergebnisbelastung von bis zu 0,6 Mrd. Euro", teilte RWE am Mittwoch mit. Die angepeilte Steigerung des Nettogewinns um mehr als zehn Prozent sei damit nicht mehr haltbar. Stattdessen werde der Gewinn 2008 leicht unter den 2007 erwirtschafteten 2,66 Mrd. Euro liegen.

Vorbörslich gaben die RWE-Aktien um 3,5 Prozent nach, zu Handelsbeginn lagen sie mit 2,2 Prozent im Minus. Im weiteren Verlauf drehten sie allerdings ins Plus.

Im Rahmen des Börsengangs teilt der zweitgrößte deutsche Versorger 58 Mill. Aktien seiner Tochter American Water - 36 Prozent des Kapitals - zu je 21,50 Dollar zu. Damit nimmt RWE rund 1,2 Mrd. Dollar (750 Mill. Euro) ein. Ursprünglich wollte der Essener Energieriese mindestens 40 Prozent der Anteile zu 24 bis 26 Dollar losschlagen und hätte damit bis zu 1,6 Mrd. Dollar erlöst. Der Zuteilungspreis liegt nun sogar unter der eilig auf 22 bis 23 Dollar gesenkten Spanne.

American Water Works sollte am Mittwoch erstmals an der New Yorker Börse notiert werden. Eigentlich wollte RWE die Verluste schreibende US-Tochter schon Ende 2007 an die New Yorker Börse bringen, verschob das Vorhaben aber wegen des schlechten Marktumfelds.

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