Gewinnwarnungen von Unilever und Colgate-Palmolive ziehen auch die Aktien der Konkurrenz nach unten
Konsumgüterriesen dümpeln in der Flaute

Die schlechten Nachrichten aus der Konsumgüterindustrie reißen nicht ab: Gestern enttäuschten der britisch-niederländische Unilever-Konzern und Colgate-Palmolive in New York die Märkte mit Gewinnwarnungen. In der Branche, in der viele Unternehmen schon zur Jahresmitte schlechter abgeschnitten haben, als Analysten erwartet hatten, stellt man sich wegen der nach wie vor wenig kauflustigen Verbraucher in Europa und des verschärften (Preis-)Wettbewerbs in vielen Märkten der Welt auf ein schwieriges zweites Halbjahr ein.

FRANKFURT/M. „Unilever und die gesamte Branche haben ein echtes Margen- Problem“, sagte Franz Wenzel, Analyst bei Axa Investment Managers, Paris, der Nachrichtenagentur Bloomberg. „Alle leiden unter der schwachen Nachfrage, und das belastet die Gewinne“, betonte Wenzel. Unilever hatte in der ersten Hälfte dieses Jahres bei 20,6 Mrd. Euro Umsatz seinen Nettogewinn vor außergewöhnlichen Aufwendungen und Goodwill-Abschreibungen um neun Prozent auf 1,88 Mrd. Euro gesteigert. Die operative Gewinnmarge liegt bei 14,9 Prozent.

An den Börsen in Amsterdam und London gaben Unilever bis nachmittags rund 5,6 Prozent nach. Colgate- Palmolive verloren in New York 11,4 Prozent. Auch die Titel der deutschen Unternehmen Henkel und Beiersdorf sanken um 2,5 beziehungsweise 3,7 Prozent, während sich der schweizerische Nestlé-Konzern mit minus 0,7 Prozent noch vergleichsweise gut behauptete. Henkel und Beiersdorf ließen verlauten, dass sie weiterhin an ihren Gewinnzielen festhalten. Von Nestlé war wegen eines Feiertags in der Schweiz keine offizielle Stellungnahme zu erhalten.

Unilever-Chairman Antony Burgmans begründete die Gewinnwarnung in einer Mitteilung mit wetterbedingt deutlich geringeren Verkäufen von Eis (Langnese) und Eistee (Lipton) im Juli und August. Außerdem sei das Verbrauchervertrauen in Europa nach wie vor schwach und der Wettbewerb an der Preisfront in Europa und Asien halte an.

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