Gewinnziel angeblich nicht mehr erreichbar
Spekulationen um Krise bei VW

Volkswagen steuert angeblich auf eine schwere Krise zu. Der Autokonzern steht einem Pressebericht zufolge vor einer Gewinnwarnung und will sein Sparprogramm drastisch ausweiten.

HB BERLIN. Der Personalvorstand des Autoherstellers Volkswagen, Peter Hartz, hat die Belegschaft offenbar vor einer schweren Krise des Konzerns gewarnt. Wie der «Spiegel» am Samstag vorab berichtete, sagte Hartz auf einer Betriebsversammlung in der vergangenen Woche in Wolfsburg: «Die Lage ist ernst und wir müssen uns darauf einstellen». Der Absatz liege «weit hinter unseren Erwartungen».

Wie Hartz dem Bericht nach sagte, ist das Werk Wolfsburg nur noch zu 70 Prozent ausgelastet. Eine derart geringe Auslastung reiche nicht, um die gut 176.000 Arbeitsplätze in Deutschland zu sichern. Im Stammwerk sollen demnach in diesem Jahr 67.000 Autos weniger als geplant gebaut werden. In den Herbstferien und zu Weihnachten soll die Produktion zeitweise ruhen und die Belegschaft zwei Wochen zu Hause bleiben und Überstunden abfeiern.

Ein VW-Sprecher sagte am Samstag auf Anfrage der Nachrichtenagentur ddp.vwd, es sei bisher keine Entscheidung über einen zeitweisen Stillstand im Stammwerk in Wolfsburg getroffen worden. Über eine mögliche Unterbrechung der Produktion werde in Abhängigkeit von der Absatzlage entschieden.

Zu einer möglichen Gewinnwarnung wollte sich der VW-Sprecher nicht äußern. In dem Bericht hieß es, es sei in diesem Jahr nicht mehr zu schaffen, das Ziel von Vorstandschef Pischetsrieder - wie im vergangenen Jahr ein operatives Ergebnis vor Sondereinflüssen von 2,5 Milliarden Euro - zu erreichen. Das Sparprogramm «ForMotion» solle deswegen ehrgeiziger ausfallen als bislang bekannt. Zusammen mit einem bereits laufenden Ergebnisverbesserungsprogramm sollen die Kosten nicht um zwei Milliarden, sondern um insgesamt drei Milliarden Euro gesenkt werden.

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