Gewinnziele erst mittelfristig erreichbar
Siemens Logistik peilt Zukäufe an

Siemens plant Akquisitionen, um seine Logistik- Sparte zu stärken. „Unser Thema heißt Wachstum“, sagte Bereichschef Johann Löttner in München. Die anspruchsvollen Ziele seien aber allein durch organisches Wachstum nicht zu schaffen, deshalb stünden Akquisitionen auf der Tagesordnung.

HB MÜNCHEN. In Asien habe Siemens Logistik bereits „eine Handvoll Projekte“ im Auge, hieß es. Löttner schloss auch größere Zukäufe mit einem Umsatz von einigen hundert Millionen Euro nicht aus. Der Siemens-Konzern hat sich für die Zukunft Akquisitionen für mehrere Geschäftsfelder vorgenommen. Die Kasse dafür ist gut gefüllt, die liquiden Mittel lagen zuletzt bei rund 13 Mrd. Euro.

Die Logisitk-Sparte von Siemens machte im abgelaufenen Geschäftsjahr 2003/04 einen Umsatz von gut 2,3 Mrd. Euro. Bis 2008 soll der Erlös auf gut 3,3 Mrd. Euro steigen. Damit wäre allerdings noch nicht wieder das Niveau von 2001 erreicht. In den vergangenen drei Jahren musste der Bereich deutliche Umsatzeinbrüche hinnehmen. Jetzt sei der Auftragseingang erstmals wieder höher gewesen als der Umsatz, sagte Löttner. Dies wirke sich angesichts der sehr langfristigen Projekte wie Gepäckförderanlagen für Flughäfen oder Sortieranlagen für Post-Unternehmen erst in den kommenden Jahren aus. Für das gerade angelaufene Geschäftsjahr 2004/05 rechnet er deshalb lediglich mit einem leichten Plus.

Die Struktur des Bereichs sei „mittlerweile gefestigt“, berichtete Löttner weiter. Siemens Logistik war zuletzt eines der großen Sorgenkinder im Münchener Konzern. Nach der Fusion mit der früheren Mannesmann-Sparte Dematic hatte die Sparte mit hohen Verlusten zu kämpfen. 2003/04 wurde mit zwei Mill. Euro wieder ein kleiner Gewinn erzielt. Dieser ist aber in erster Linie auf einen positiven Sondereffekt zurückzuführen. So gewann Siemens Logistik in den USA einen Patentstreit und erhielt dafür eine Kompensation im einstelligen Millionenbereich. Für die Zukunft stellte Löttner weitere Ergebnisverbesserungen in Aussicht. Die von Konzernchef Heinrich von Pierer gefordert Gewinnmarge von sieben bis acht Prozent sei so schnell aber nicht zu erreichen.

Siemens bezeichnet sich bei Industrieanlagen, Flughafenlogisik und bei Bestückungsmaschinen als Weltmarktführer. Bei der Postautomatisierung sind die Münchener hinter Panasonic die Nummer Zwei.

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