Gewinnziele und Investitionspläne bekräftigt
Eon verabschiedet sich von der Enthaltsamkeit

Deutschlands größter Energiekonzern Eon hat sich am Mittwoch zuversichtlich für das Erreichen seiens Gewinnzieles in diesem Jahr gezeigt. Der bisherige Geschäftsverlauf bestätige die Erwartungen, sagte Vorstandschef Wulf Bernotat auf der Hauptversammlung in Essen. Mit Investitionen in Kraftwerke und Netze sowie in neue Unternehmen will Bernotat das Wachstum sichern.

HB ESSEN. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) werde 2005 leicht über dem des Vorjahres liegen, sagte Bernotat am Mittwoch auf der Hauptversammlung in Essen. „Der bisherige Jahresverlauf bestätigt unsere Erwartungen“, fügte er hinzu. Für 2004 hatte Eon ein Ebit von 7,4 Mrd. € ausgewiesen.

Nach einer Phase der Integration neuer Gesellschaften und einer damit einhergehenden Zurückhaltung beim Kauf neuer Firmen hat Eon inzwischen die Enthaltsamkeit abgelegt. „Künftig wollen wir auch größere Akquisitionen nicht ausschließen“, sagte Bernotat. Konkrete Projekte nannte er aber nicht.

Bernotat bekräftigte, dass Eon in den nächsten Jahren Milliardeninvestitionen in Netze und Kraftwerke plane. Bis 2020 seien allein für neue Kraftwerke Investitionen im zweistelligen Milliardenvolumen vorgesehen. Hinzu kämen größere Summen für den Ausbau der Netze.

Ungeachtet der angekündigten Zusammenarbeit des weltgrößten Gaskonzerns Gazprom mit dem deutschen Konkurrenten BASF bemüht sich Eon weiter um eine Kooperation in Russland. Unverändert habe man die Möglichkeit, sich an dem großen westsibirischen Gasfeld Juschno Russkoje zu beteiligen, sagte Bernotat. „Außerdem werden wir die Gespräche mit Gazprom über den Bau der Ostseepipeline und die Entwicklung gemeinsamer Vorhaben in der Energiewirtschaft fortsetzen“, fügte er hinzu. Eon will sein Gasgeschäft verstärkt über direkte Beteiligungen an der Gasförderung absichern. Mitte April war BASF den Düsseldorfern mit einer Kooprationsvereinbarung über die Exploration und Förderung in Sibirien zuvorgekommen. Russland und Norwegen sind die größten Gaslieferanten Deutschlands.

Noch offen ist Bernotat zufolge der Zeitpunkt des Verkaufs der 43-prozentigen Beteiligung am Chemiekonzern Degussa. „Wir prüfen zur Zeit verschiedene Optionen“, sagte Bernotat. Eon hatte bereits angekündigt, den Erlös aus dem Degussa-Verkauf an die Aktionäre weiterreichen zu wollen. Der ebenfalls anstehende Verkauf der Tochtergesellschaften Ruhrgas Industries und Viterra werde wie geplant in diesem Sommer abgeschlossen.

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