Gewinnzuwachs bleibt hinter Umsatzplus zurück
Krones kündigt Kostensenkungsmaßnahmen an

Krones bleibt in den ersten neun Monaten 2004 auf Erfolgskurs. Dennoch kündigt der weltweit größte Hersteller von Flaschenabfüllanlagen und Verpackungsmaschinen ein Kostensenkungsprogramm an.

HB MÜNCHEN. Krones erwartet wegen des guten Auftragsbestandes auch für das kommende Jahr weiteres Wachstum. Zudem kündigte Krones für 2005 zur Produktivitätssteigerung Kostensenkungsmaßnahmen an. Analysten begrüßten dies. Die Krones-Aktie legte mit 2,4 Prozent auf 73,95 Euro stärker zu als der Index für mittelgroße Werte MDax.

Gewinn im dritten Quartal unterproportional

Trotz der Belastung der zeitlichen Verschiebung eines Großauftrags, des anhaltend hohen Preisdrucks und der hohen Materialkosten auf das dritte Quartal bekräftigte Krones am Mittwoch seine Prognose für das Gesamtjahr 2004. „An unserer Aussage, dass wir wiederum weitere Steigerungen für das Gesamtjahr erwarten, ändert dieses unterproportionale dritte Quartal nichts“, heißt es im dem am Mittwoch veröffentlichten Zwischenbericht des Unternehmens. Krones erwartet für 2004 weiterhin ein Umsatzplus zwischen fünf und zehn Prozent sowie eine weitere Gewinnsteigerung. In den ersten neun Monaten stieg der Überschuss um zwei Prozent auf 46,7 Millionen Euro, wobei das dritte Quartal deutlich hinter den beiden vorangegangenen Quartalen zurückblieb. Mit 1,115 Milliarden Euro setzte Krones von Januar bis September sowohl weniger um als noch vor einem Jahr und auch als von Analysten erwartet. Beim Überschuss übertraf Krones die Erwartungen leicht.

Arbeitskosten drücken

Auf den Gewinn drückten auch die Arbeitskosten. Deshalb stünde Krones mit den Arbeitnehmervertretern in Verhandlungen über längere und flexiblere Wochenarbeitszeiten. „Wir streben eine einvernehmliche Lösung an, um unsere Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten und unsere Standorte in Deutschland zu stärken und womöglich noch auszubauen“, teilte Krones mit. Analysten werteten dies positiv. „Die Verhandlungen mit den Mitarbeitern über längere und flexiblere Arbeitszeiten bieten eine gute Chance zumindest einen Teil der ungünstigen Entwicklung der Materialkosten aufzufangen“, schrieb HSBC Trinkaus & Burkhardt in einer Studie.

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