Glänzende Zwischenbilanz
Teurer Sprit treibt Toyota die Kunden zu

Der japanische Vorzeige-Autobauer Toyota ist seinem Ruf im abgelaufenen ersten Geschäftsquartal gerecht geworden. Das erfolgsverwöhnte Unternehmen gewann zig neue Kunden. Geholfen hat dabei der hohe Ölpreis.

HB TOKIO. Der Nettogewinn stieg nach Angaben vom Freitag um 39,2 Prozent auf 371,50 Mrd. Yen (2,53 Mrd. Euro). Der operative Gewinn legte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 26,5 Prozent auf 512,42 Mrd. Yen zu (3,49 Mrd. Euro). Das erste Geschäftsquartal endete am 30. Juni.

Toyota führt den Gewinnanstieg auf die guten Verkäufe bei kleinen Fahrzeugen in den Auslandsmärkten zurück. Dabei habe man von den hohen Treibstoffpreisen profitiert. Speziell die US-Amerikaner steigen von Spritfressern auf verbrauchsarme Modelle um. Deswegen haben die US-Autobauer General Motors, Ford und Chrysler mit Absatzrückgängen zu kämpfen, setzen sie doch auf große Geländewagen mit entsprechendem Verbrauch. Gestiegene Rohstoffkosten glich Toyota durch Kosteneinsparungen aus. Die Produktion des japanische Autobauers gilt neben der von BMW als die effizienteste der Welt.

Toyota hatte im Juli im schrumpfenden US-Markt 16 Prozent mehr Autos verkauft als vor einem Jahr und überholte dabei Ford. Während auch Honda zulegen konnte, mussten GM, Ford und Chrysler teilweise drastische Einbußen verkraften. Auch Honda hatte vergangene Woche ein zweistelliges Gewinnwachstum vermeldet. Dabei kam den japanischen Firmen auch die Schwäche der Landeswährung Yen zu Gute, weil sich die Autos gemessen in US-Dollar verbilligten.

Toyota könnte schon bald mehr Autos verkaufen als der bisherige Weltmarktführer GM. Bereits jetzt ist Japans größter Autobauer am Aktienmarkt mit rund 150 Mrd. Euro fast drei mal so viel wert wie die drei in Detroit beheimateten US-Autobauer GM, Chrysler und Ford zusammen.

Toyota will im laufenden Geschäftsjahr bis März 2007 weltweit 8,45 Mill. Autos verkaufen und behielt auch seine anderen Geschäftsprognosen von Mai bei. Allerdings sind Branchenexperten mittlerweile überzeugt, dass der Konzern dieses Jahr rund 5 Prozent mehr verdienen wird als er selbst vorhersagt. Toyota geht offiziell nur von einem operativen Gewinnanstieg von gut 1 Prozent auf umgerechnet knapp 13 Mrd. Euro aus.

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