Glaxo Smithkline
Pharmariese gibt Gas bei geplanten Verkäufen

Die geplante Trennung von einigen rezeptfreien Mitteln wie der Marke Abtei oder Granu Fink will Glaxo Smithkline im Sommer vorantreiben. Interesse besteht offenbar gleich von mehreren Seiten.
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BrüsselDer britische Pharmariese Glaxo Smithkline macht Tempo bei der geplanten Trennung von einigen Geschäften mit rezeptfreien Präparaten. Der Verkaufsprozess werde wahrscheinlich über den Sommer Fahrt aufnehmen, sagte Konzernchef Andrew Witty am Dienstag zu Journalisten in Brüssel bei einem Treffen von Pharma-Managern.

Das Ausmaß des Interesses sei erfreulich. Sowohl Unternehmen aus der Branche als auch Beteiligungsfirmen hätten angeklopft. Die vor allem in Europa und in den USA vertriebenen Mittel kamen nach früheren Angaben zusammen zuletzt auf einen Umsatz von umgerechnet etwa 570 Millionen Euro. Dazu zählen auch die in Deutschland bekannten Nahrungsergänzungsmittel der Marke Abtei sowie das Präparat Granu Fink gegen Blasenschwäche.

Der französische Pharmarivale Sanofi hatte bereits Interesse signalisiert. „Das ist die Art von Dingen, von denen Sie sich vorstellen können, dass wir es uns zumindest anschauen“, hatte Firmen-Chef Chris Viehbacher im Mai gesagt. Analysten zufolge könnte der Verkauf, der von der Investmentbank Goldman Sachs geleitet wird, 1,5 bis 2,0 Milliarden Pfund einbringen. Glaxo will sich von diesen Mitteln trennen, um sich im Bereich Gesundheitsprodukte stärker auf die Kernbereiche Mundpflege, Wellness/OTC und Ernährung zu fokussieren. Zu Glaxo gehört beispielsweise die Zahnpflege-Marke „Sensodyne“.

Das Geschäft mit frei verkäuflichen Arzneien und Gesundheitspräparaten wie etwa Kopfschmerztabletten, Vitaminen und Mitteln gegen Sodbrennen wirft zwar zumeist geringere Renditen ab als das mit verschreibungspflichtigen Medikamenten. Dafür ist es aber risikoärmer und bringt den Konzernen relativ stabile Einnahmen.

Zu den großen Unternehmen auf diesem Gebiet zählen neben Glaxo Smithkline der US-Pharmakonzern Johnson & Johnson und Bayer. Das Leverkusener Unternehmen kam in dem Geschäft im vergangenen Jahr mit Präparaten wie etwa Aspirin oder der Wundsalbe Bepanthen auf Umsätze von 3,37 Milliarden Euro.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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