GlaxoSmithKlines

Strategieschwenk bringt Pharmakonzern erste Erfolge

Nachahmermedikamente und ein Korruptionsskandal in China haben GlaxoSmithKline schwer zugesetzt. Nun kommt der Pharmakonzern wieder auf Touren. Die überraschend guten Zahlen lassen die Anleger jubeln.
Konzernchef Andrew Witty sieht den Pharmariesen auf gutem Weg, seine Geschäftsziele zu erreichen. Quelle: AP
Glaxo-Zentrale in London

Konzernchef Andrew Witty sieht den Pharmariesen auf gutem Weg, seine Geschäftsziele zu erreichen.

(Foto: AP)

LondonDer britische Pharmakonzern GlaxoSmithKline kommt wieder auf Touren. Im vergangenen Quartal schaffte das Unternehmen nach Angaben vom Mittwoch ein überraschend deutliches Wachstum. Der Umsatz legte elf Prozent auf umgerechnet gut acht Milliarden Euro zu, der Betriebsgewinn um 19 Prozent auf zwei Milliarden Euro. Dazu trug eine höhere Nachfrage nach neuen Arzneien gegen Atemwegserkrankungen und HIV bei, die sinkende Erlöse des älteren Lungenpräparats Advair ausglich. Die Glaxo-Aktie zog 2,8 Prozent an, Anleger hatten schwächere Quartalszahlen erwartet.

Konzernchef Andrew Witty sieht den Pharmariesen, der in den vergangenen Jahren durch günstigere Nachahmermedikamente sowie ein Korruptionsskandal in China gebeutelt wurde, auf gutem Weg, seine Geschäftsziele zu erreichen. Der Manager gibt seinen Posten Ende März 2017 ab.

Die größten Pharmakonzerne der Welt
Platz 20: Astellas
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Gemessen am reinen Pharmaumsatz ist Astellas die Nummer zwei der japanischen Pharmaindustrie. Der Schwerpunkt liegt auf Transplantationsmedizin, Onkologie und Antiinfektiva. Die Japaner kamen im vergangenen Jahr auf einen Umsatz von 11,1 Milliarden Dollar.

Platz 19: Boehringer
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Das Labor von Boehringer Ingelheim: Der zweitgrößte deutsche Pharmakonzern ist fest in Familienhand. Die Schwerpunkte liegen auf Mittel gegen Atemwegserkrankungen wie etwa das Lungenmittel Spiriva. Ein weiteres bekanntes Mittel ist Pradaxa, das zur Thrombose-Prävention eingesetzt wird. Geschätzter Umsatz 2015: 12,6 Milliarden Dollar.

Platz 18: Takeda
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Takeda ist der größte japanische Pharmahersteller und bietet Mittel in verschiedenen Therapiegebieten. Die Japaner haben sich 2014 durch die Fusion mit Nycomed deutlich vergrößert und kamen voriges Jahr auf einen Pharmaumsatz von 13,8 Milliarden Dollar.

Platz 17: Allergan
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Allergan hieß früher einmal Actavis und ist unter anderem Hersteller von Botox. 2015 machte das Unternehmen einen Umsatz von 15,1 Milliarden Dollar.

Platz 6: Bayer
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Der größte deutsche Pharmakonzern hat sich im Gegensatz zu dem Jahr 2015 um ganze zehn Platze verbessern können. Der Umsatz 2017: 43,1 Milliarden Dollar. Top-Produkte sind beispielsweise der Gerinnungshemmer Xarelto und das Augenmedikament Eylea.

Platz 15: Novo Nordisk
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Die Produktion von Langzeitinsulin der Firma Novo Nordisk: Der dänische Arzneihersteller ist einer der weltweit führenden Anbieter von Mitteln gegen Diabetes. Er kam im vergangenen Jahr auf einen Umsatz von 16,1 Milliarden Dollar.

Platz 14: Bristol-Myers Squibb
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Der New Yorker Konzern hat seinen Schwerpunkt bei Mitteln gegen HIV und in der Immunologie, aber auch in der Onkologie. Der Pharmaumsatz lag 2015 bei 16,6 Milliarden Dollar.

Er stand unter erheblichem Druck von Investoren, weil die Gewinne nicht mehr so sprudelten wie erhofft. Zur Stabilisierung der Geschäfte verstärkte Witty das Engagement im Bereich rezeptfreie Gesundheitsprodukte, in dem Glaxo mit dem Schweizer Partner Novartis zusammenarbeitet. Die Strategie bringt erste Erfolge. Im vergangenen Quartal verbesserten sich die Gewinnspannen in dem Geschäftsfeld.

  • rtr
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