Global Tech I: Nordsee-Windpark geht früher ans Netz

Global Tech I
Nordsee-Windpark geht früher ans Netz

Dem Hochsee-Windpark Global Tech I drohte eine Verzögerung um ein Jahr. Doch der Netzbetreiber Tennet kann die Anlagen nun doch früher Betrieb nehmen. Tennet schließt den Park an eine bestehende Umspannanlage an.
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DüsseldorfDer Windpark Global Tech I in der deutschen Nordsee kann früher Strom liefern als bisher möglich schien. „Wir werden den Park über eine bereits bestehende Converter-Plattform von ABB anschließen“, sagte eine Sprecherin des Netzbetreibers Tennet dem Handelsblatt.

Eigentlich sollte der Windpark, der eine Millionen Menschen mit Strom versorgen wird, an eine Converter-Plattform von Siemens angeschlossen werden. Doch der Münchener Konzern kann die Plattform wegen verschiedener Probleme erst ein Jahr später fertigstellen als geplant.

Siemens kommen die Probleme bei der Anbindung von Offshore-Windparks teuer zu stehen. Bislang belaufen sich die Belastungen für den Münchener Konzern auf rund eine halbe Million Euro. Um welchen Betrag diese Belastungen noch steigen, wird sich am morgigen Donnerstag zeigen, wenn Siemens seine Zahlen für das vierte Quartal vorlegt.

 

Kommentare zu " Global Tech I: Nordsee-Windpark geht früher ans Netz"

Alle Kommentare
  • Hoffentlich wissen die, was die da an was für eine Plattform anschließen!?
    Ein unkoordiniertes Drauflosanschließen kann auch schnell zum Kurzschluss/Überspannung führen.

  • Die Verluste spielen doch keine Rolle - wir werden sie auf unserer Stromrechnung wiederfinden.
    Es muß noch viel mehr Geld verbrannt werden, bevor diesem Irrsinn ein Ende gesetzt wird.
    Mutti hat für diesen Winter schon mal 2,5 GW reserviert.
    Bisher hat man uns versprochen, daß es keine Probleme geben wird.
    Was nun?

  • Über die "halbe Million" bin ich auch gestolpert. Wenn sich der HB-Redakteur entscheidet, noch drei Nullen ranzuhängen, kommt man in die richtige Größenordnung...

  • In der Zwischenzeit arbeiten ja fast alle Redaktionen schlampig. Agenturmeldungen werden unbesehen weiterverwendet. Leider auch beim HB.
    Falls der Schaden für Siemens aus der verspäteten Inbetriebnahme der Converter-Plattform tatsächlich "eine halbe Million" Euro beträgt, ist das nicht erwähnenswert. Das wird Siemens mit Sicherheit nicht Im Quartalsbericht aufführen, da dies kaum als "teuer" bezeichnet werden kann.

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