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25.08.2005 

Es ist vor allem ein Begriff, den Kohlefreunde bemühen, wenn sie die Subventionen verteidigen: Versorgungssicherheit. Das heißt: Ölkrise hier, Währungsturbulenzen dort, die deutsche Kohle ist zwar teuer, aber auf sie ist Verlass. Hätten sie Recht, stünde es längst schlecht um Deutschland, denn die heimische Steinkohle trägt kaum mehr als fünf Prozent zur Energieversorgung bei.

Sowieso gehört viel Phantasie zu der Vorstellung, dass hier die Lichter ausgehen, weil auf dem Weltmarkt keine Kohle mehr zu haben ist. Die weltweiten Vorräte reichen für mehr als 200 Jahre und sind über mehr als 100 Länder verteilt. „Es gibt kein plausibles Szenario, allenfalls den Nuklearkrieg, damit Deutschland keine Möglichkeit mehr hätte, an Kohle ranzukommen“, sagt Clemens Fuest, Finanzwissenschaftler an der Universität Köln. Und wer angesichts dieses Arguments noch immer Versorgungssicherheit wolle, solle sich ein paar Jahresvorräte auf Halde legen, sagt der Ökonom. Das sei billiger.

Die Bergbaulobbyisten bemühen noch ein weiteres Argument. An der deutschen Kohle hänge eine ganze High-Tech-Branche, die sie mit Gerät versorgt, mit Walzenschrämladern, Panzerkettenförderern und Vollschnittmaschinen. Und die müsse vor Ort Gelegenheit haben, ihre Maschinen zu testen, und sei zudem wichtig für die heimische Wirtschaft. „Um die Geräte zu testen, reicht zudem ein Testbergwerk“, sagt Fuest und rechnet aus, was man sonst noch mit dem Geld machen könnte, dass in die Steinkohleförderung geht. 50 000 Lehrer könnten eingestellt werden, das wäre doch mal eine echte Investition in die Zukunft.“

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