GM-Chef kritisiert Regierung und Ölkonzerne
Tausende Auto-Jobs in Gefahr

Der amerikanische Autohersteller General Motors (GM) hat die gestiegenen Kosten für das Autofahren sowie unklare politische Rahmenbedingungen für den Umsatzeinbruch auf dem deutschen Pkw-Markt verantwortlich gemacht. GM-Europa -Präsident Carl-Peter Forster warnte vor gravierenden Folgen für die deutsche Autoindustrie.

HB HAMBURG. "Die Autobranche wird von der Leit- zur Leid-Industrie. Wird der Trend nicht gestoppt, sind Tausende Jobs bedroht", sagte GM-Europa -Chef Forster laut "Bild"-Zeitung. Der Pkw-Absatz in Deutschland war 2007 um neun Prozent auf 3,15 Millionen Stück abgerutscht. Das war das schlechteste Ergebnis seit der Wiedervereinigung.

Der Staat müsse sich als einer der Kostentreiber künftig stärker zurücknehmen, sagte Forster: "Ich fordere die Verantwortlichen auf, sofort einzugreifen und zumindest die Kraftstoff-Steuern zu senken." Die Politik trage erheblich zu einer gefährlichen Verunsicherung der Verbraucher bei: "Dauernd wiederkehrende Debatten um Tempolimits, Pkw-Maut oder Fahrverbote lähmen Kauflust, vertreiben Kunden."

Forster mahnte zur Eile bei der konkreten Ausgestaltung der künftigen Steuerbelastung der Autofahrer: "Wir brauchen dringend Klarheit, wie viel Kfz-Steuer auf CO2-Basis fällig wird. Jeder Tag Warten bremst Umsatz, verbrennt Geld."

Der Spitzenmanager griff aber auch die Preispolitik der Mineralölunternehmen an: "Sie müssen das Spritpreis-Chaos beenden. Ständig neue Abstände zwischen Superbenzin und Diesel irritieren genauso wie die Unklarheit, wie lange es noch Normalbenzin geben wird" Das trage unnötig zu Frust und Kaufzurückhaltung bei und müsse abgestellt werden.

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